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Landtag 2 – Tourismusland Kärnten mit klarer Nummer 1-Positionierung

06.08.2015
LR Benger: Kärntens Tourismusstrategie bringt Konzentration auf Wesentliches – Nächste Schritte zur Umsetzung liegen am Tisch
„Wer keine Strategie hat, wird von der Entwicklung überholt. Für den Tourismus bedeutet das: Wer keine Strategie hat, läuft dem Markt, den Gästen, den Mitbewerbern, den Trends dauernd hinterher und verliert“, fasste Tourismuslandesrat Christian Benger heute, Donnerstag, die Notwendigkeit einer Strategie für das Tourismusland Kärnten zusammen. Vor allem sei die Ausarbeitung einer Strategie für Kärntens Tourismus über Jahre in vielen Gremien und von den Touristikern selbst immer wieder gefordert worden.

„Wir haben von den Besten gelernt, Christoph Engl, der die Erfolgsgeschichte Südtirol verantwortet, auf die wir auch immer wieder hinschielen, hat den Strategieprozess mit 26 Teilnehmern geleitet. 33 Beratertage, fünf Workshops von Dezember 2014 bis Juni 2015 auf breiter Ebene wurden abgehalten. Gesamtkosten rund 84.000 Euro“, stellte Benger angesichts der Anfrage nach den Kosten im heutigen Landtag klar.

Die Haupterkenntnis aus dem Strategieprozess laute: „Kärnten muss sich klar positionieren, wenn es als Tourismusland Erfolg haben will.“ Und diese Nummer 1-Positionierung bedeute: „Kärnten hat die höchste Konzentration südlicher Lebensqualität in Österreich. Und diese lässt sich in einem Wort zusammenfassen: gelassen.“ Daraus abgeleitet, müsse sich Kärnten laut Benger künftig auf Wesentliches, auf diese Stärke, auf diesen USP in Österreich konzentrieren. „Wir brauchen Mut, Mut zum Weglassen. Wir brauchen Ausdauer, Konsequenz und Zeit, um dieses Gefühl der Gelassenheit beim Gast als Grund, Kärnten zu buchen, zu manifestieren“, sagte Benger.

Die entscheidenden Grundfragen für eine Strategie war: Worin liegt Kärntens Glaubwürdigkeit, was ist unsere DANN? Kärntens Stärken, Kärntens Glaubwürdigkeit beim Gast, lassen sich an fünf Parametern festmachen: Gesellig (Land der Chöre, Land der Sänger, Buschenschenken, Wirtshäuser, Kulinarik); überschaubar (viel Freizeitangebot auf engem Raum, regional, kleinräumig); fein (Badehäuser, Wörthersee Architektur); bewahrend (kulturelle Feste, erlebbare Kultur); massvoll (viele kleine Familienbetriebe, Kleinstrukturiert). „Das ist unsere DNA. Sie muss jetzt in weiteren Schritten in Produkte verpackt werden. Der Gast muss Kärnten in seiner Gelassenheit erleben, die Gelassenheit muss sich auf den Gast übertragen. Das wird der Eifelturm Kärntens“, wies Benger hin.

Jetzt gehe man mit der Strategie in die Angebotsentwicklung, in die Produktentwicklung. Sämtliche Tourismusorganisationen und Betriebe würden dafür entsprechend informiert, die Qualitäts-Coaches seien in diese Information vor Ort eingebunden. Ebenso erfolge die Information über Inhalte und Absichten auf Mitarbeiterebene in der Kärnten Werbung. Nach der Information werde im Herbst unter Einbeziehung der Beteiligten ein Mehrjahresplan erarbeitet, damit Kärntens Nummer 1-Positionierung erlebbar werde, nachhaltig wirke und am Markt durchdringe.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm