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Landtag 4 - LHStv.in Prettner fordert mehr Zusammenarbeit im Gesundheitswesen

06.08.2015
Diskussion um Gesundheitsreform in der Aktuellen Stunde des Kärntner Landtages
Die Auswirkungen des Regionalen Strukturplans Gesundheit Kärnten (RSG) auf die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung standen heute, Donnerstag, in der aktuellen Stunde der 33. Sitzung des Kärntner Landtages zur Diskussion. Einig war man sich darin, dass es Reformen im Gesundheitswesen geben muss. Über das wie, gingen die Meinungen jedoch auseinander.

„Mir ist es wichtig, dass die Kärntner Bevölkerung optimal medizinisch versorgt wird. Die Leistungen in diesem Bereich sind von höchster Qualität und werden es auch bleiben“, versprach die Gesundheitsreferentin. Prettner betonte, dass ein funktionierendes Gesundheitssystem niemals aus betriebswirtschaftlicher Sicht betrachtet werden dürfe, sondern immer nur ein volkwirtschaftlicher Wert sein könne. Damit unterstrich sie die Wichtigkeit des Regionalen Strukturplans Gesundheit. Umstrukturierungen im Spitalswesen seien schon allein aufgrund der demographischen Veränderungen in Kärnten notwendig. „Noch vor 20 Jahren verzeichnete unser Bundesland 6500 Geburten – 2014 waren es nur mehr 4500. Mittlerweile sind wir das Bundesland mit der höchsten Zahl an Über-60-Jährigen“, wusste die Gesundheitsreferentin zu berichten. Die Art der Behandlung habe sich zudem stark verändert – Eingriffe seien sanfter geworden und deshalb dürfe die medizinische Versorgung nicht mehr allein an der Anzahl der Betten gemessen werden. Dank neuer Methoden sei der tagesklinische Bedarf gestiegen – dem wolle man mit der Umstrukturierung Rechnung tragen. Um aber, bei aller Bemühung die optimale medizinische Betreuung zu garantieren, die Kostendämpfung nicht aus den Augen zu verlieren, sei das Zusammenarbeiten aller Beteiligten notwendig.

Die geplante Kooperation der KABEG mit der AUVA bezeichnete Prettner als Herzstück des Regionalen Strukturplans Gesundheit Kärnten. Mehr Entgegenkommen erhoffe sich die Gesundheitsreferentin von der Kärntner Ärztekammer. „Immerhin ist ein wesentlicher Punkt dieser Reform die wohnortnahe Versorgung der Patienten“, so Prettner. Das sei aber genau wie alle anderen Vorhaben des RSG nur mit Hilfe sinnvoller Zusammenarbeit zu bewerkstelligen.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Beate Prettner
Redaktion: Susanne Stirn