News

LOKAL

Großglockner Hochalpenstraße muss Welterbe werden

10.08.2015
LR Benger zu 80 Jahre Großglockner Hochalpenstraße: Einzigartigkeit lässt auf Aufnahme als UNESCO Welterbe hoffen.
 Seit 80 Jahren gibt es die Großglockner Hochalpenstraße. Sie ist nicht nur höchst attraktives Ausflugsziel, sondern gilt seit Jahrtausenden als einer der wichtigsten Übergänge in den Alpen. Heute zählt die hochalpine Strecke mit 900.000 Besuchern zu den wichtigsten Tourismusattraktionen Österreichs. „Die Landschaft, die Streckenführung, die Bauleistung, der höchste Berg Österreichs, all das macht die Großglockner Hochalpenstraße zu etwas Besonderem. Deshalb setzen wir alles daran, dass sie Aufnahme als UNESCO Welterbe findet“, sagt Tourismuslandesrat Christian Benger. Kärnten unterstütze daher den Antrag der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG) zur Nominierung der Straße als Einzelstätte. „Ein entsprechendes Schreiben wurde vom Land bereits an das Bundeskanzleramt verschickt, damit dort die nötigen Schritte eingeleitet werden können“, so Benger. Damit wäre die Großglockner Hochalpenstraße die erste Straße weltweit mit einem Welterbe-Status!

Erst kürzlich wurde die Hochalpenstraße, erstmals in Österreichs Geschichte, unter Denkmalschutz gestellt. Somit sei auch der Startschuss für die Antragstellung auf das UNESCO Welterbe gefallen. „Die Sicherung der Straße, die Erlebbarkeit des Hochgebirges sowie der Betrieb durch die GROHAG schließen einander nicht aus, im Gegenteil. Damit heben wir unsere Hochalpenstraße auf ein neues Niveau. Davon profitiert die gesamte Region der Hohen Tauern. Tourismus und Schutz von Natur und Kultur ergänzen sich perfekt“, sagt Benger. Vor allem würde der internationale Welterbe-Tourismus neue Zielgruppen und Märkte erschließen. Besonders amerikanische und asiatische Gäste können mit diesem neuen Prädikat angesprochen werden.

Speziell für Kärntens Tourismus spiele die Straße eine enorm wichtige Rolle. „Es geht nicht nur um den Glockner. Die Straße macht unseren Nationalpark Hohe Tauern erlebbar“, erklärt Benger. Auch auf der EXPO in Mailand wurde heuer auf diesen Schwerpunkt gesetzt. „Natur erleben zu können, zählt mittlerweile zu den buchungsentscheidenden Parametern“, weist Benger hin. Das "Insitu World Heritage Consulting" aus Paris wurde mit der wissenschaftlichen Gesamtdokumentation und Erstellung des Antrags-Dossiers, welches voraussichtlich Ende 2016 in Paris der UNESCO offiziell übergeben wird, beauftragt.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/kb