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Freie Szene als Schwerpunkt 2016

17.08.2015
LR Benger: Bekenntnis zur Freien Szene in Kärnten – IG KIKK erarbeitet Konzept für Schwerpunktjahr bis Ende September
 „Mein Herz schlägt von der Freien Szene bis hin zur Volkskultur. Alles hat seine Berechtigung und für alles ist Platz“, erklärte Kulturlandesrat Christian Benger heute, Montag. Schwerpunktsetzungen in den einzelnen Bereichen würden mehr Aufmerksamkeit für die einzelnen Themen und Kontinuität schaffen. „Im Arbeitsgespräch mit der IG KIKK haben wir festgelegt, dass die Freie Szene 2016 ein Schwerpunkt wird und ein entsprechendes Konzept für das ganze Jahr ausgearbeitet wird“, berichtete Benger. Dafür werde auch eine entsprechende Arbeitsgruppe eingerichtet.
 
Bengers Überzeugung sei es, dass nachhaltig wirkende Konzepte nur gemeinsam erarbeitet werden können. Das sei auch ein Ergebnis der Basisdatenerhebung der IG KIKK – der Wunsch nach Langfristigkeit sei unbändig. Die von Seiten des Kulturreferates finanziell unterstützte Basisdatenerhebung sei Anlass, auch für die Freie Szene in Kärnten dem Anspruch auf Transparenz gerecht zu werden.

„Mir ist wichtig, dass die Betroffenen selbst Maßnahmen erarbeiten, die im Schwerpunktjahr von Jänner bis Dezember greifen“, so Benger. Bedingung für die Vergabe von Fördergeldern sei, dass diese Mittel direkt der Freien Szene, den Kulturinitiativen, zu Gute kommen. „Das bedeutet, kein Geld für Agenturen, Broschüren, Enqueten und dergleichen. Profitieren müssen jene, die die kulturelle Arbeit leisten“, erklärte Benger.

Seit dem Jahr 2014 gebe es daher erstmals einen eigenen Förderansatz im Kulturbudget für die Freie Szene, um den Stellenwert der Kulturschaffenden auch im Budget zum Ausdruck zu bringen. Zudem sei gemeinsam mit der IG KIKK für die Freie Szene ein einheitliches, transparentes und für alle nachvollziehbares Fördermodell entwickelt worden.

„Was für den Tourismus, die Wirtschaft oder die Volkskultur gilt, wurde auch für die Kultur in den verschiedenen Bereichen erarbeitet“, wies Benger hin. Damit sei auch der Zeit der Willkür ein Ende gesetzt worden.

Für Benger stellt die Freie Szene eine wichtige Säule in der Kulturentwicklung und für die gesellschaftliche Entwicklung dar. Sie zeichne sich durch ihre dynamische, innovative und flexible Ausrichtung aus. „Die Freie Szene leistet einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Diskurs. Und vor allem für unseren künstlerischen Nachwuchs ist die Freie Szene unerlässlich, sie ist der Nährboden für Kunst und Kultur“, sagte Benger. Auch in der Freien Szene würde ohne das ehrenamtliche und eigenverantwortliche Engagement nichts laufen. Denn auf einen bezahlten Beschäftigten würden drei ehrenamtlich Tätige in der Freien Szene kommen.

Fakten zur Freien Szene in Kärnten: Der Kreis, der durch die IG KIKK befragt wurde, erhielt 2014 eine Fördersumme von rund 825.000 Euro aus dem Kulturbudget (Kulturbericht, www.kulturchannel.at). 2015 sind bis dato 705.000 Euro an die Freie Szene aus dem Kulturbudget ausbezahlt worden.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm