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Einzigartiges Luftkissenboot wurde getauft

04.09.2015
LH Kaiser und LR Holub dankten allen Beteiligten für ihre Innovationskraft und Umsetzung einer gemeinsamen Vision
In Klagenfurt ist vor wenigen Tagen Seefahrtsgeschichte geschrieben worden. Der originalgetreue Nachbau eines 100 Jahre alten Luftkissenbootes der österreichischen k.u.k-Monarchie stach in See. Es war seinerzeit nur ein Exemplar hergestellt worden. Das aus Holz nachgebaute Luftkissenboot wiegt etwa sechs Tonnen. Die Bauzeit betrug zweieinhalb Jahre. Es wurde nach Original-Bauplänen aus dem Jahr 1915 von rund 50 vorwiegend regionalen Firmen zusammengebaut.

Heute, Freitag, fand die Bootstaufe dieses weltweit ersten 720 PS starken Luftkissenbootes statt, auch Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Rolf Holub nahmen daran teil und gratulierten zu dieser einzigartigen Gemeinschaftsleistung. Ebenfalls gekommen waren Diözesanbischof Alois Schwarz und Klagenfurts Stadtrat Otto Umlauft.

Wie Kaiser betonte, zeige sich am Luftkissenboot die Innovationskraft aller Beteiligten. Kärnten habe sehr viele innovative und kreative Persönlichkeiten. Es sei etwas Schönes, wenn Vergangenes wieder zukunftstauglich gemacht werden könne, so Kaiser. Durch Zielstrebigkeit, Vertrauen und gemeinsames Anpacken könne oftmals scheinbar Unmögliches verwirklicht werden.

Kaiser und Holub wiesen, tief beeindruckt, auf diese große Herausforderung hin und dankten dem Initiator Walter Krobath, Tischlermeister Gottfried Riepl, Stahlbauer Arnold Jergitsch sowie allen weiteren Firmen. Die Materialien fürs Boot wurden gesponsert, sein Wert wird mit einer Mio. Euro beziffert.

Angestoßen wurde das Projekt von Walter Krobath. Er verwies auf den Stolz, der darin liege, dass vor 100 Jahren das damals innovativste Boot der Welt von Österreichern gebaut worden sei. Die 720 PS werden dem Luftkissenboot den unglaublichen Schub verleihen, dessen künftige Verwendung noch nicht fix ist. Namhafte Messen und Tourismusvertreter sollen bereits angefragt haben. Zu erfahren war, dass auf dem neuen alten Boot zumindest schon einmal historische Ausfahrten auf dem Wörthersee geplant seien.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/ Büro LR Holub
Redaktion: kb
Foto: LPD/Eggenberger