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POLITIK

Regierungssitzung 4 – IHS-Wirtschaftsbericht

08.09.2015
LR Benger: Zukunft Kärnten liegen in Internationalisierung, Qualifizierung und Privatisierung – Klare Empfehlungen sind Sparkurs und Reformen
 Der jährliche Wirtschaftsbericht des IHS sei heute, Dienstag, in der Regierungssitzung beschlossen und an den Landtag weitergeleitet worden. Das berichtete Wirtschaftsreferent LR Christian Benger beim anschließenden Pressefoyer. Ohne kritische Auseinandersetzung und ohne Hinterfragen des Handelns könne es keine Weiterentwicklung geben.

„Der Wirtschaftsbericht des IHS ist klar und deutlich und befasst sich erstmals auch mit den notwendigen Schritten für die Zukunft des Landes. Beschönigen hilft nicht, Kopf in den Sand stecken auch nicht“, so Benger. Mit dem Bericht würden erstmals auch die Handlungsempfehlungen für die Zukunft Kärntens klar am Tisch liegen. Am strikten Sparkurs führe kein Weg vorbei, er sei Grundvoraussetzung für alles andere. „Wenn Kärntens Wirtschaft wachsen will, müssen wir auf Internationalisierung, Qualifizierung und Privatisierung setzen“, fasste der Wirtschaftsreferent die drei konkreten Maßnahmen, die auch der Wirtschaftspolitische Beirat priorisiert hat, zusammen.

Durch eine verstärkte Internationalisierung sei Wachstum in Kärnten möglich. Vor allem die Märkte USA und Asien seien Hoffnungsmärkte für die heimische Exportwirtschaft. Schon jetzt werde jeder zweite Euro durch exportierende Firmen verdient und in Kärnten hingen über 70.000 Arbeitsplätze am Außenhandel. „Stärken sind zu stärken. Der heimische Markt ist zu klein, um wachsen zu können. Es geht nur über den Export“, erläuterte Benger. Damit verbunden sei jedoch Innovation, nicht alles lässt sich überall einfach verkaufen.

Gesteigerte Betriebsansiedelungen seien die zweite Möglichkeit, wie Kärntens Wirtschaft wachsen könne. Aber ohne Qualifizierung - vor allem im Facharbeiterbereich - seien Betriebsansiedelungen nicht möglich. „Betriebe brauchen qualifizierte Fachkräfte und wir hinken hintennach – in der Anzahl und in der Ausbildung“, sagte Benger.

Unter dem Titel Privatisierung hat der WIPOL auf Grund des IHS-Berichtes den dritten Schwerpunkt für die Zukunft Kärntens festgelegt. Gemeint sei damit die Konzentration des Landes auf seine Kernaufgabe, die Verwaltung. „Was muss die öffentliche Hand tun, wozu ist sie verpflichtet, was fällt nicht in ihren unmittelbaren Aufgabenbereich, was können andere Ebenen, wie BH oder Gemeinden, vielleicht sogar besser übernehmen. Vor allem aber, was muss die öffentliche Hand gar nicht tun, was kann also privatisiert werden“, stellte Benger in den Raum. Mit der Petzen werde nun ein erster Schritt gegangen, weitere sollen mit Bad Kleinkirchheim und Nassfeld folgen. „Das Land wollte jahrzehntelang Unternehmer sein. Heute haben wir den Privatisierungsschritt gesetzt, weil ich überzeugt davon bin, dass es Unternehmer besser können als das Land – geben wir dem Unternehmertum eine Chance“, so Benger.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Sternig