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Regierungssitzung 5 – Asyl: Zelte rasch leeren

08.09.2015
LH Kaiser: Feste Unterkünfte für Flüchtlinge schaffen – 450 Plätze benötigt – 267 Flüchtlingskinder gehen bald in Kärnten zur Schule
Für die in Kärntner Zeltlagern untergebrachten Flüchtlinge sollen sehr rasch feste Unterkünfte geschaffen werden. Das betonte heute, Dienstag, Flüchtlingsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser zum wiederholten Mal. Insgesamt würden 450 Plätze gebraucht, um die Zelte zu leeren, sagte er im Rahmen des Pressefoyers nach der Regierungssitzung. Mit jetzigem Stand seien außerdem 267 Flüchtlingskinder in den Schulbetrieb zu integrieren. Dies sei für Kärnten möglich, es bestehe aber zusätzlicher Bedarf an Lehrkräften mit Deutsch als Zweitsprache bzw. Deutsch als Fremdsprache, meinte er als Bildungsreferent.

Kaiser führte aus, dass angesichts der sinkenden Temperaturen Heizkörper für die Zelte geliefert worden seien. Man habe nun zwei Optionen, nämlich kleine Einheiten über Institutionen wie Kirche, Caritas, Diakonie oder Ehrenamtliche zu schaffen, oder Kasernengebäude zu öffnen. „Es wird aber sicher nicht mehr Zelte geben“, so der Landeshauptmann. Gestern, Montag, sei er in dieser Angelegenheit nochmal an Verteidigungsminister Gerald Klug herangetreten. Vorschlägen, die Chirurgie-Ost am Gelände des Klinikums Klagenfurt als Quartier zu nutzen, begegnete Kaiser schon allein mit dem Argument der viel zu hohen Kosten für die Nutzbar- bzw. Begehbarmachung. Rund 800.000 Euro wären dafür notwendig. Das Gebäude wäre nur im absoluten Katastrophenfall eine Option.

Kaiser verwies außerdem auf die Kärntner Strategie von 50 Plätzen pro Quartier und nicht mehr. Er strich aber auch die große Hilfsbereitschaft der Kommunen hervor, zwei würden aktuell sogar mehr Flüchtlinge aufnehmen wollen. Begrüßt wurde von Kaiser, dass nun auch der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, Josef Pühringer aus Oberösterreich, gefordert habe, Ausgaben für die Flüchtlingsbetreuung maastrichtneutral zu setzen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm