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Das bringt das neue Schuljahr

10.09.2015
LH Kaiser und LSR-Präsident Altersberger präsentierten Daten und Fakten zum Schuljahr 2015/16 – Für 61.335 Kinder startet am kommenden Montag das Wintersemester - Bildungszentren sollen weiterhin die Qualität steigern – Wichtige Neuerungen im Bereich einheitlicher Bildungsstandards
Die flächendeckende Zentralmatura, die gemeinsame Ausbildung von Pädagogen der Neuen Mittelschule sowie der Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS), ein reformiertes Schulstandorte-Konzept und vieles mehr – das Schuljahr 2015/16 startet am kommenden Montag mit wichtigen Neuerungen. Einen Überblick darüber gaben heute, Donnerstag, Bildungsreferent LH Peter Kaiser und Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Insgesamt sind es 61.335 Schüler in Kärnten, für die am kommenden Montag wieder der Schulalltag beginnt. Sie werden an 319 Schulstandorten im Pflichtschulbereich und 69 weiteren Standorten im Bereich der AHS und Berufsbildenen Mittleren und Höheren Schulen (BMHS) unterrichtet. „Wir sind bemüht Bildungszentren zu schaffen, bei denen möglichst viele pädagogische Einrichtungen unter einem Dach Platz finden um damit das Angebot für die Schüler so breit wie möglich zu fächern“, betonte Kaiser im Hinblick auf die Schließung von zehn Pflichtschulstandorten sowie der Auflassung des ORG Gurk. Die Reform habe daher nicht nur demographische Hintergründe, sondern ziele vor allem auf eine Qualitätssteigerung ab. In Kärnten würden in einer Volksschulklasse durchschnittlich 16,8 Schüler, in den Klassen der Neuen Mittelschulen durchschnittlich 20,1 und im Polytechnischen Bereich 21,2 Schüler sitzen. Man liege damit eigentlich weit unter der Auslastung.

Als „sehr weit entwickelt“ bezeichnete Kaiser den Bereich der Sonderpädagogischen Förderung im Kärntner Schulsystem. Insgesamt gäbe es in unserem Bundesland 2.080 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf – davon würden nur 342 in Sonderschulen und 1.738 in Integrationsklassen unterrichtet werden. Der Anteil jener Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf liegt damit, gemessen an der Gesamtschülerzahl, bei 4,43 Prozent. Der vom Bund festgelegte Richtwert von 2,7 werde deutlich überschritten. „Wir erfüllen damit bundesgesetzliche Vorgaben – und wir erfüllen sie auch gerne“, sagte Kaiser und betonte in Richtung Ministerium: „Wir bekommen vom Bund aber weniger Lehrer refundiert als wir tatsächlich beschäftigen. Deshalb werden auch im kommenden Schuljahr wieder rund 14 Millionen Euro aus dem Landesbudget in diesen Bereich fließen müssen.“

Kaiser strich zudem die positiven Entwicklungen im Bereich der schulischen Ganztagesangebote sowie die Steigerung der Betreuungsquote bei den Vierjährigen im Kindergartenbereich von 87,3 auf 91,7 Prozent als bemerkenswert heraus. Die künftig gemeinsame Ausbildung der AHS-Pädagogen und jenen der Neuen Mittelschulen sowie die flächendeckende Zentralmatura in Kärnten seien außerdem ein wichtiger Schritt in Richtung einheitliche Bildungsstandards.

Projekte wie beispielsweise „Kärntner Schüler und Schülerinnen nach Brüssel“ sollen auch 2015/16 forciert werden. Trotz des harten Sparkurses werde zudem auch das Kärntner Schüler- und Jugendtheaterfestival im kommenden Schuljahr weiterfinanziert werden.

„Wir halten an der Vision fest, Kärnten zum Bildungsland Nummer eins zu machen“, betonte Altersberger. Auszeichnungen für Schulen, hervorragende Reifeprüfungsergebnisse und eine Weltmeisterin aus dem Bereich der Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMHS) seien unter anderem Beweise dafür, dass dieses Ziel ein realistisches sei. Völlig neu sei im Schuljahr 2015/16 laut Altersberger das Kolleg für Sozialberufe in der Diakonie in Waiern für das bereits eine Klasse angemeldet sei. In Vorbereitung sei eine HTL/Mechatronik-Klasse in Spittal als Expositur der HTL Klagenfurt-Lastenstraße.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Landesschulrat
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: Büro LH Kaiser