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Flüchtlinge: Kärnten richtet eigene Koordinierungsstelle ein

14.09.2015
Kaiser: Noch heute 600 Flüchtlinge erwartet - Unterbringung in und um Villach - Fehlende Information seitens des Bundes erschwert Bewältigung der Aufgabe. Morgen außerordentliche Regierungssitzung.
600 Flüchtlinge sollen noch heute, Montag, von Wien mit Bussen nach Kärnten gebracht werden. Mit dieser Info wurde heute das Land Kärnten im Rahmen des von Landeshauptmann Peter Kaiser einberufenen Flüchtlings-Koordinations-Gespräches überrascht. 450 Flüchtlinge sollen vom Innenministerium auf der Liegenschaft eines Villacher Busunternehmens untergebracht werden. Die Versorgung wird vom Roten Kreuz Kärnten gewährleistet. Für die restlichen 150 Flüchtlinge mussten kurzfristig Plätze gesucht werden. Sie werden auf einer ÖBB Liegenschaft nahe Villach untergebracht und ebenfalls vom Roten Kreuz versorgt. Das Landesfeuerwehrkommando steht für Logistik und Transport bereit und kann bei Bedarf Scheinwerfer, Notstromaggregate und Wasserversorgung zur Verfügung stellen. Die Details, wie die Assistenzleistung des Bundesheeres abläuft, werden vom Bund bis morgen geklärt.

Wie beim heutigen Gipfel besprochen werde seitens des Landespolizeikommandos morgen eine eigene Koordinierungsstelle (BAO Besondere Aufbauorganisation) einberufen, in der neben der Polizei auch Vertreter der Landesregierung, Rotes Kreuz, Bundesheer sowie NGOs vertreten sein sollen. Damit soll eine schnelle Koordination und Information gewährleistet sein.

"Kärnten tut alles, um den Menschen zu helfen. Die Nicht-Information seitens des Innenministeriums erschwert diese Aufgabe leider immens", so Kaiser. Jedenfalls habe sich gezeigt, wie wichtig und richtig, das von ihm heute einberufene Koordinierungsgespräch mit allen beteiligten Institutionen war.

Landeshauptmann Peter Kaiser wird morgen auch die Mitglieder der Kärntner Landesregierung über die neuesten Entwicklungen und den aktuellen Stand informieren. "Darüber hinaus sollen auch die Mitglieder in ihrer jeweiligen Referatsverantwortlichkeit klären, inwieweit sie mit entsprechenden Maßnahmen und Bereitstellungen das Innenministerium bei der Lösung der derzeitigen Krisensituation Unterstützung anbieten können", so Kaiser abschließend.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Kurath