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Flüchtlinge 3 - In der Notsituation den Menschen rasch und unbürokratisch helfen

15.09.2015
LR Benger: Ja zu Grenzkontrollen und Asyl auf Zeit
Auf die aktuelle gravierende Situation der Flüchtlingsbewegungen ging auch Landesrat Christian Benger im Anschluss an die Regierungssitzung näher ein, wobei sich derzeit noch viele offene Fragen aufdrängen.

Wie Benger sagte, funktioniere der Informationsfluss, wenngleich sich die Ereignisse überschlagen. Man habe eine Notsituation, daher gehe es einmal darum, den Flüchtlingen rasch zu helfen, ihnen eine kurzfristige Unterbringung zu geben sowie den Weitertransport zu ermöglichen. Wie viele Flüchtlinge werde Deutschland aufnehmen, wann endlich werde Brüssel handeln und die Quoten-Verweigerer in die Pflicht nehmen, das seien noch offene Fragen. Es brauche Schutzzonen und finanzielle Hilfe in den Krisengebieten vor Ort, eine Aufteilung in allen Ländern Europas sowie Grenzkontrollen in Kärnten. "Ich stehe für Grenzkontrollen, andere Staaten haben schon reagiert“, so Benger. Als Schlepperrouten werden nun auch Routen im Süden und Südosten Österreichs betroffen sein.

Da Österreich offensichtlich als attraktiver Sozialstaat angesehen werde, sollte das Augenmerk mehr auf Sachleistungen als auf Sozialleistungen gerichtet werden. Benger spricht sich daher auch klar für ein Asyl auf Zeit auf. Er wies auch auf die Ängste und Verunsicherung der Bevölkerung hin.

"Wir stehen hier für die Menschen im Land. Ihre Ängste sind ernst zu nehmen“, so Benger. Humanitäre Hilfe müsse außer Zweifel stehen, doch sei auch das Signal zu geben, als Zielland weniger attraktiv zu sein. Denn die große Zahl an Flüchtlingen sei sonst nicht zu bewältigen. Niemandem dürfe Schutz vor Krieg verwehrt werden, aber ein Grundbedürfnis wie Sicherheit, gelte für alle.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: kb