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ELISAN – Gemeinsam für Europas Jugend

17.09.2015
Die Jugendarbeitslosigkeit steht im Mittelpunkt der ELISAN-Konferenz in Kärnten – LHStv.in Prettner: Kärnten hat Vorbildwirkung – LR Ragger: In Europa brennt der Hut
Acht europäische Länder tagen im Rahmen der ELISAN-Konferenz derzeit in der Kärntner Landesregierung – sie alle haben dabei ein Ziel: ein gemeinsames Vorgehen gegen die zunehmende Jugendarbeitslosigkeit. ELISAN, ein europäisches Netzwerk von regionalen politischen Mandataren aus dem Sozialbereich, unterstützt Projekte und Ziele unter den EU-Mitgliedsstaaten. Das Land Kärnten ist seit der Gründung im Jahr 2008 Mitglied und wird durch Sozial- und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner als Vize-Präsidentin des Netzwerks sowie Landesrat Christian Ragger in der Funktion des Generalsekretärs vertreten. Mit Sylvie Carrega, Elisan Präsidentin und Vizebürgermeisterin von Marseille, Eugen Freund, EU Parlamentarier und Manuela Lanzarin, Landesrätin für Soziales aus der Region Veneto war man sich heute, Donnerstag, in der Pressekonferenz zur ELISAN-Tagung einig: „Die Jugendarbeitslosigkeit ist ein Problem das uns alle betrifft, und das wir nur gemeinsam lösen können.“

„Mit den Maßnahmen die hierzulande gegen die Jugendarbeitslosigkeit gesetzt werden, haben wir es an die Spitze Europas geschafft“, betonte Prettner. Kärnten sei daher ein Vorbild für viele andere Länder in denen die Jugendarbeitslosigkeit bereits eine Quote von 50 Prozent und mehr erreicht habe. Es sei, wie in vielen anderen Bereichen, schwer eine Situation als Einzelner zu lösen. „Ich sehe Europa daher als Chance. Die Chance, Probleme die uns alle betreffen auch gemeinsam in den Griff zu bekommen“, so Prettner.

Ragger unterstrich die Bedeutung von ELISAN als Ideenschmiede. „Wir verstehen uns als Plattform mit einem klaren politischen Auftrag“, sagte er. Im Bereich er Jugendarbeitslosigkeit brenne in Europa der Hut und der Bedarf eines Rettungsschirms sei längst gegeben. Ragger betonte: „Wir sind Europa verpflichtet – Europa ist aber auch uns verpflichtet.“

EU-Parlamentarier Eugen Freund fand drastische Worte: „Die Jugendarbeitslosigkeit ist eine tickende Zeitbombe, die, wenn es uns nicht gelingt sie zu entschärfen, zur echten Gefahr für Europa werden kann.“ Man habe unterschiedliche Ansätze – das Problem sei aber immer dasselbe. Genau deshalb sei der Austausch auf europäischer Ebene so wichtig, meinten Lanzarin und Carrega im Hinblick auf die Bedeutung der Konferenz in Kärnten.

Im Anschluss an die Konferenz werden Studienbesuche zur AVS-Tageswekstatt und zum AVS-Wohnhaus-Sittersdorf sowie in die ABC Auftragsfertigung Sondermaschinenbau Villach angeboten. Dort können die Konferenzteilnehmer vor Ort erfahren, wie hierzulande jungen Menschen mit Behinderung die Möglichkeit geboten wird, eine fundierte Qualifizierung zu erhalten, einer sinnvollen Arbeit und Beschäftigung nachzugehen und dadurch ein selbstbestimmendes Leben führen zu können.

Die Europäische Union unterstützt die Arbeit von ELISAN. Mittels diverser Finanzierungsmöglichkeiten und Ziele steuert sie die soziale Entwicklung in Europa. Ein Ziel von ELISAN ist die Anbahnung und Umsetzung von Projekten auf EU-Ebene bzw. die EU-finanzierte Zusammenarbeit der Mitgliedsregionen. Zentrale Themenstellungen sind dabei unter anderen der Kampf gegen Analphabetismus, soziale Innovationen und aktives Altern sowie Maßnahmen gegen Energie- und Frauenarmut.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Beate Prettner, Büro LR Christian Ragger
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/Sucher