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WIRTSCHAFT

AfB eröffnet neuen Standort in Klagenfurt

18.09.2015
LH Kaiser bei Eröffnungsfeier – Ein Unternehmen mit starken sozialen und ökologischen Effekten – Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten hier gemeinsam
In der Klagenfurter Rosentalerstraße 143 wurde heute, Freitag, ein Unternehmen eröffnet, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten. Die AfB mildtätige und gemeinnützige GmbH, Teil der internationalen AfB-Group, übernimmt ausgemusterte IT-Hardware von Unternehmen, um sie aufzubereiten, vorhandene Daten zertifiziert zu löschen und die Geräte anschließend in den AfB-Shops oder im Onlineshop wieder zu verkaufen. Dieses Konzept sorgt für positive Effekte im sozialen und ökologischen Bereich. In Klagenfurt sind derzeit sieben Mitarbeiter beschäftigt, fünf davon sind Menschen mit Behinderung.

Landeshauptmann Peter Kaiser bezeichnete das Konzept als Win-win-Situation für die Gesellschaft insgesamt. Gerade in Zeiten, wo vielfach Gewinnmaximierung im Fokus stehe, sei das soziale Engagement rund um das durchdachte und nachhaltige Konzept von AfB besonders bemerkenswert. Kaiser gratulierte den Unternehmensverantwortlichen und Partnern zu diesem mutigen, für die Gesellschaft wichtigen Schritt. Er verwies zudem auf eine aktuelle Statistik, die Kärnten die größte Sammeldisziplin bei Elektroschrott attestiere. Die Bevölkerung pflege also einen bewussten Umgang mit Ressourcen, was perfekt zum AfB-Konzept passe.

Kurt Essler, Geschäftsführer von AfB Österreich, erklärte, dass man die AfB-Idee auf Gesamtösterreich ausweiten wolle. Das Unternehmen gebe Menschen mit Behinderung Visionen in der Arbeitswelt und führe ausgemusterte Geräte einem zweiten Leben am IT-Markt zu – diese würden dann oft auch von sozial schwachen Personen gekauft. Von Geräten, die nicht mehr für den Verkauf aufbereitet werden können, werden laut Essler die Rohmaterialien verwertet. „Der soziale und ökologische Gedanke ist die Basis unseres gemeinnützigen Unternehmens“, erklärte er.

Fabio Papini, Niederlassungsleiter in Klagenfurt, verwies auf die positiven Effekte für die Partner. Deren ausgemusterte Geräte würden abgeholt, zertifiziert gelöscht und die Partner würden damit gleichzeitig Gutes tun. Papini strich die hochwertige Hardware der aufbereiteten Businessgeräte hervor, auf die es beim Kauf sogar zwölf Monate Funktionsgarantie gebe.

Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende der BKS Bank, betonte die unkomplizierte und professionelle Zusammenarbeit mit AfB. Gerade im Bankenbereich sei es wichtig, dass die Geräte sicher gelöscht werden. Stockbauer betonte, dass die BKS auf soziale und ökologische Kriterien setze und der Gesellschaft etwas zurückgeben wolle. In diesem Sinne erwähnte sich auch das Netzwerk „respACT“, dem in Österreich 300 Unternehmen angehören, die sich für verantwortungsvolles Wirtschaften einsetzen.

Die AfB Group wurde 2004 in Baden-Württemberg als Europas erstes gemeinnütziges IT-Systemhaus gegründet. Heute zählt sie an 15 Standorten in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Österreich ca. 180 Mitarbeiter, die Hälfte davon mit Behinderung. In Österreich ist das Unternehmen seit 2010 vertreten, hier gibt es zwei Standorte in Wien und den nunmehr eröffneten in Klagenfurt. Neben der Produktion und dem Lager gibt es in Klagenfurt auch einen Shop, in dem jede und jeder die neu aufgesetzte Hardware erwerben bzw. Dienstleistungen wie die Datenlöschung in Anspruch nehmen kann. Als Partner konnte AfB renommierte Unternehmen wie die BKS Bank, Infineon oder STRABAG gewinnen, die u.a. ihre ausrangierte Hardware an das Unternehmen liefern.

Infos unter www.afb-group.at


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser; AfB
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/Just