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POLITIK

Erhaltung der Carnica Biene außer Streit

19.09.2015
LR Benger: Imker übergaben über 2.600 Unterschriften für Erhaltung der Carnica Biene und Einhaltung des Kärntner Bienenwirtschaftsgesetzes - Honigprämierung im Rahmen der Herbstmesse
2010 wurde im Kärntner Landtag einstimmig das Kärntner Bienenwirtschaftsgesetz beschlossen, mit dem Ziel, ausschließlich die heimische Carnica Biene zu halten. Eine fünfjährige Übergangsfrist für die Imker wurde damals ebenfalls vorgesehen, damit sich vor allem die Erwerbsimker auf diese Bedingungen einstellen können. Diese Frist ist nun ausgelaufen. Zahlreiche Beschwerden und Klagen von Seiten jener, die die Umstellung auf die Carnica Biene nicht vollzogen haben, liegen vor. „Wir leben in einem Rechtsstaat, Beschwerden sind daher zu akzeptieren. Aber auch zu akzeptieren ist, dass ein Gesetz umzusetzen ist, vor allem, wenn eine fünfjährige Übergangsfrist eingeräumt wurde“, betonte heute, Samstag, Agrarlandesrat Christian Benger.

Im Rahmen der Sonderlandtagssitzung am Freitag haben die Vertreter des Landesverbandes für Bienenwirtschaft dem Landesrat über 2.600 Unterschriften von Imkern und Nicht-Imkern übergeben. „Wir wollen ein Signal an die Politik, die Gesetzgebung senden, dass das einstimmig beschlossene Bienenwirtschaftsgesetz bestehen bleibt. Wir haben eine Biene, die sich über millionen Jahre angepasst hat“, betonte Meinhard Schöffmann vom Landesverband.

Benger hat auch im Zuge der Honigprämierung im Rahmen der Herbstmesse betont: „Die Imker finden in mir einen verlässlichen Partner. Ständig werden heimische Produkte und Qualität gefordert, dann werden wir auch am Bienenwirtschaftsgesetz festhalten, das genau darauf abzielt.“ Diese Landesprämierung der Honige belegte auch, wie hoch die Qualität ist. Rund 300 Honigproben wurden von 197 Imkern eingereicht, 186 davon erhielten für ihre herausragende Qualität die Goldmedaille, 100 Medaillen in Silber wurden verliehen und zwei in Bronze. „Qualitätsbewusstsein ist der Garant für den Erfolg. Konsumenten fordern Qualität, unsere Produzenten haben denselben Anspruch“, sagte Benger.

Daher sei auch alles daran zu setzen, dass die heimische Biene genügend Blühflächen vorfinden. Die Ernte in der Landwirtschaft verursache immer wieder eine Knappheit und schwäche damit auch die Bienenvölker. „Erst kürzlich hat Kärnten 45 Millionen Quadratmeter Blühflächen zählen können, die das Nahrungsangebot für die Bienen von Frühjahr bis Herbst sicherstellen“, wies Benger hin. Die Blühflächen-Aktion wurde von Benger im Rahmen seines 7-Punkte-Programmes initiiert, nachdem im letzten Winter 50 Prozent der Bienenvölker gestorben waren.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Benger