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Kinderbetreuung: Mehr Mittel für sprachliche Frühförderung

19.09.2015
LH Kaiser: Sprachliche Frühförderung erhöht Chancengleichheit und ist wichtiger Baustein für persönliche Entwicklung
Bildung ist ein Schwerpunkt, auf den das Land Kärnten besonders setzt. Dazu gehört auch der Bereich der Kinderbetreuung und in dessen Rahmen die sprachliche Frühförderung. Wie Kärntens Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Samstag, mitteilt, wird in der kommenden Regierungssitzung am Montag eine 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Land dem Landtag weitergeleitet, wonach die für das Kindergartenjahr 2015/16 beschlossene sprachliche Frühförderung bis Ende des Kindergartenjahres 2017/18 verlängert wird. Die Zweckzuschüsse des Bundes werden dabei von 15 Millionen auf maximal 20 Millionen pro Jahr für alle Bundesländer aufgestockt. Im Rahmen der Co-Finanzierung im Schlüssel 2:1 durch Bund und Land stehen damit für die Förderung der Sprachkompetenz in Kärnten pro Kindergartenjahr rund 1,7 Millionen Euro zur Verfügung.

„Diese Verlängerung und Aufstockung der Mittel ist eine wichtige Bildungsinvestition im Interesse der Kleinsten. Je früher mögliche Mängel beseitigt werden können, desto besser für die betroffenen Kinder“, so Kaiser. Mit der Frühförderung werde die Sprachkompetenz der Kinder verbessert, damit sie beim Eintritt in die erste Schulstufe der Volksschule altersgemäß sprachlich fit sind. „Das bedeutet eine Erhöhung der Chancengleichheit und damit bessere Entwicklungs- und Zukunftschancen“, erklärt der Landeshauptmann.

Konkret erfolgt zu Beginn des Kindergartenjahres eine Sprachstandfeststellung der Drei- bis Sechsjährigen und bei Bedarf eine Sprachförderung, welche Projekte und Initiativen inkludieren, die bis in den Schuleintritt reichen. Ziel der Vereinbarung ist es, dass Kindern mit mangelnden Deutschkenntnissen, insbesondere jene mit anderer Erstsprache als Deutsch, beim Übergang zur Volksschule die Unterrichtssprache Deutsch nach den Bildungsstandards zur Sprech- und Sprachkompetenz zu Beginn der Schulpflicht beherrschen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/kb