News

WIRTSCHAFT

Geschlossen für den Erhalt des Verladebahnhofs Kühnsdorf!

24.09.2015
LR Benger in Kühnsdorf: Wichtiger ‚Turbo‘ der Kärntner Wirtschaft muss erhalten bleiben. Gemeinsame Kraftanstrengung für die ganze Region notwendig.
„Wir dürfen im wahrsten Sinne des Wortes diesen Zug nicht verpassen“, findet Wirtschaftslandesrat Christian Benger anlässlich eines gemeinsamen Besuches mit Gemeindevertretern aus Unterkärnten und der Wirtschaftskammer vor Ort in Kühnsdorf deutliche Worte. „Die Anbindung an internationale Transportnetze stellt ein wesentliches Kriterium in der Standortentscheidung dar. Kärnten hat jetzt eine einzigartige Chance“, sprechen sich alle Anwesenden aus den Gemeinden Eberndorf, Gallizien, Völkermarkt einig für die Anbindung des Verladebahnhofes an die neue Hochleistungsstrecke aus. Bekanntlich wird der Verladebahnhof ab 2023 durch einen neuen Bahnhof ersetzt, der nur noch für den Personenverkehr geplant ist. Somit würde spätestens ab 2023 die Möglichkeit der Güterverladung in Kühnsdorf entfallen. „Wirtschaft findet dort statt, wo Verkehrsadern sind – das war schon in der frühen Geschichte so. Wo Wirtschaft ist, sind Arbeitsplätze und Einkommen“, hält Benger fest.

Kärnten hat mit der Baltisch-Adriatischen-Achse – der Schienenhochleistungsverbindung von der Ostsee an die Adria - die historische Gelegenheit, als wichtige Logistikdrehscheibe den zentral- und osteuropäischen Raum mit der Alpe-Adria-Region und den nordadriatischen Häfen zu verbinden. Mit 24 Mio. Tonnen Güteraufkommen pro Jahr ist diese Verbindung von besonderer Bedeutung für unser Land. „Die Kärntner Landesregierung hat sich auch im Zusammenhang mit dem Standort ALPLOG Villach/Fürnitz unlängst zum hohen Stellenwert der Logistik bekannt“, streicht der Wirtschaftslandesrat die Wichtigkeit für den Wirtschaftsstandort hervor: „Der Güterverladebahnhof in Kühnsdorf stellt die einzige Verladestelle für Handelsgüter zwischen Villach/Fürnitz und Graz dar.“

Benger setze sich daher vehement für die Anbindung des Verladebahnhofs Kühnsdorf an die neue Streckenführung ein „weil Vorbeifahren keinen wirtschaftlichen Nutzen bringt“. Es wäre schade, wenn Unterkärnten zur reinen Transitroute werden würde, ohne dass wir davon profitieren. Kärnten habe neben der besonderen geografischen Lage auch die geeignete Infrastruktur, die genutzt werden müsse. „Die Anbindung des Güterbahnhofs Kühnsdorf an die Hochleistungsbahn ist für heimische Unternehmen besonders wichtig. Es ist ein wesentlicher Standortvorteil, auch für den interkommunalen Gewerbepark Jauntal, den es zu erhalten und weiter auszubauen gilt“, so Benger.

„Nur durch ein Zusammenwirken der Standorte Kühnsdorf und Villach/Fürnitz kann Kärnten ein wichtiges Logistik-Drehkreuz an der Baltisch-Adriatischen Achse werden“ , ist Benger überzeugt.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch
Fotohinweis: Büro LR Benger