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„Mobile Learning“: Sechs Kärntner Schulen sind dabei

25.09.2015
LH Kaiser dankt Bildungsministerin und Infrastrukturminister für zukunftsweisende Initiative – Schulen bekommen Tablets, um ihre innovativen pädagogischen Konzepte umzusetzen
Informationen werden heute vielfach online bzw. über neue Medien eingeholt und bearbeitet, woraus sich auch neue Formen des Lernens entwickeln. Das Bildungs- und das Infrastrukturministerium wollen in diesem Zusammenhang mit dem Projekt „Mobile Learning“ Impulse setzen. Konkret statten sie 94 Schulen in ganz Österreich im Schuljahr 2015/16 mit Tablets für den Unterricht aus. In Kärnten hat die eigens eingesetzte Fachleute-Jury sechs Schulen zur Teilnahme ausgewählt. Sie arbeiten im Rahmen von „Mobile Learning“ jeweils zu dritt in zwei sogenannten Clustern und nach eigenen pädagogischen Konzepten zusammen.

„Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft und innovative Projekte wie dieses tragen dazu bei, unser Bildungswesen zukunftsfit zu machen“, betonte heute, Freitag, Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser. Er dankte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Infrastrukturminister Alois Stöger für ihre wichtige Initiative. „Bildung und Lernen müssen dynamisch und flexibel sein, müssen unsere Kinder und Jugendlichen auf die Zukunft vorbereiten und sie vor allem unterstützen und motivieren“, so Kaiser.

Die Kärntner Teilnehmer an „Mobile Learning“ sind das Peraugymnasium Villach als sogenannte Cluster- bzw. Expertenschule mit den Partnerschulen VS 5 Villach-St. Martin und VS 8 Villach-St. Andrä sowie die NMS 2 Spittal als Cluster- bzw. Expertenschule mit den Partnerschulen VS West Spittal und VS Millstatt. In Villach will man die Tablets in Deutsch, Mathematik und im Sachunterricht einsetzen, unter anderem will man Linklisten erstellen, Learning Apps beschaffen, den Lernfortschritt kontrollieren oder Orthographietrainer einsetzen. In Oberkärnten setzt das pädagogische Konzept u.a. auf Online-Mathematik-Competitions oder das Kreieren von TV-Spots. Die Tablets sollen dort auch in Englisch und Italienisch genutzt werden, zudem will man damit eine Minimundus-Weltreise machen oder den Stadtpark vermessen.

Für „Mobile Learning“ stellt das Infrastrukturministerium rund eine Million Euro bereit, während das Bildungsministerium 62.000 Euro und das erforderliche Personal beiträgt. Ein Cluster besteht aus einer im e-Learning bereits erfahrenen Schule und zwei Einsteiger-Schulen. Diese erarbeiteten gemeinsam innovative pädagogische Konzepte, welche im laufenden Schuljahr umgesetzt werden. Die erfahrene Schule bringt dabei ihre Erfahrungen ein und unterstützt die Einsteiger-Schulen in der Umsetzung mit Beratung auf Augenhöhe. Jede Schule des regionalen Clusters erhält leihweise bis Ende Juni 2016 ein Set von bis zu 20 Tablets, die im Unterricht eingesetzt werden können. Verschiedene Begleitmaßnahmen, wie schulinterne und schulübergreifende Fortbildungsmaßnahmen im regionalen Cluster, Online-Seminare über die Virtuelle Hochschule oder Safer-Internet-Workshops, unterstützen die Schulen bei der Umsetzung.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm