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Ein Tag im Zeichen des Krisenmanagements

28.09.2015
Blaulichtorganisationen, Land und Gemeinden informierten sich bei der Tagung „Krisenmanagement in der Gemeinde“ – LH Kaiser dankte für vorbildliches Engagement – Kommenden Samstag findet der Zivilschutz-Probealarm statt
Der Zivilschutz steht heute, Montag, in der Landesfeuerwehrschule, wo sich zahlreiche Vertreter der Kärntner Einsatzorganisationen, sowie des Landes und vieler Gemeinden trafen, im Mittelpunkt. „Krisenmanagement in der Gemeinde“ lautet der Titel jener Informationstagung, die am Vormittag von LH Peter Kaiser eröffnet wurde.

„Kärnten ist stolz darauf, dass ihr euch so einsetzt!“. Voll des Dankes und des Lobes richtete sich Kaiser an all jene, die sich bereits vorbildlich für die Sicherheit der Bevölkerung engagieren. Es handelt sich hierbei um eine Managementaufgabe, die sich nur in der Gemeinsamkeit aller Blaulichtorganisationen, der Exekutive, aller freiwilligen Helfer und natürlich auch der Bürger bewältigen lasse. Zivilschutz für Groß und Klein habe in unserem Bundesland einen bedeutenden Stellenwert. „Man denke nur an die strahlenden Augen der Kleinsten, die bei den Kindersicherheitsolympiaden dabei sind. Sie lernen auf diesem Wege die eigenen Interessen hintanzustellen und Verantwortung für andere zu übernehmen – sie lernen Solidarität“, betonte der Landeshauptmann in seiner Rede. In Zeiten wie diesen sei die Solidarität von besonderer Wichtigkeit. „Denn, so hart die Gegenwart, und so groß die Herausforderungen in der Flüchtlingsthematik auch sind, so großartig sind die Erkenntnisse, die jene Menschen daraus gewinnen können, die sich aktiv beteiligen“, so Kaiser. Doch auch die Kraft der Helfer sei enden wollend, und deshalb müsse man jetzt Ressourcen aufbauen, um im Ernstfall auf Ersatzkräfte zurückgreifen zu können. Sowohl in der Bewältigung der Flüchtlingsströme als auch in anderen Krisenfällen sei man in Kärnten darauf bedacht, gemeinsam und präventiv zu arbeiten.

Rund um das Krisenmanagement in Kärnten drehten sich die anschließenden Vorträge der beiden Katastrophenschutzbeauftragten des Landes Egon Rauter und Markus Hudobnik. Referiert wurde aber auch zu den Themen „Schulsicherheits-Management“, „Schutz kritischer Infrastrukturen“, „Blackout/Auswirkung großer Stromausfälle“ sowie „Einbindung der Bevölkerung/Sicherheitsinformationszentrum“.

Landtagspräsident und Präsident des Zivilschutzverbandes Rudolf Schober ließ es sich selbst an seinem Ehrentag nicht nehmen, bei der Veranstaltung dabei zu sein. Der Landeshauptmann gratulierte herzlichst zum Geburtstag – vom Publikum gab es Applaus für so viel Engagement. Über einen vollen Saal freute sich auch Hugo Irrasch, stellvertretender Landesfeuerwehrkommandant. Unter den vielen Zuhörern waren Landesamtsdirektor Dieter Platzer, Bgm. Peter Stauber als Gemeindebundpräsident, Bernd Bergner vom Militärkommando Kärnten, Heinz Kernjak, Leiter der Wasserrettung, Rudolf Ebner, Landesleiter der Rettungshundebrigade, Franz Blatnik, Leiter der Rettungshundebrigade vom Samariterbund und Hans Schausberger, Leiter der Flugeinsatzstelle Kärnten.

Am kommenden Samstag, 3. Oktober, gibt es übrigens wieder den Zivilschutz-Probealarm. Ab 12 Uhr wird das Warn- und Alarmsystem des Landes getestet. Dabei sollen nicht nur die Funktion und Reichweite der Sirenen überprüft werden, sondern auch die Bevölkerung mit den einzelnen Signalen vertraut gemacht werden.


Rückfragehinweis: Büro LH Peter Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/Just