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KULTUR

Kulturzeitschrift des Landes widmet sich dem Jahr der Volkskultur

02.10.2015
LR Benger: Mit Oktober/November-Ausgabe der Brücke wird selektiver Einblick in komplexes und umfassendes Themenfeld gegeben
Anlässlich des „Jahres der Volkskultur 2015“ widmet sich die aktuelle Ausgabe der Kulturzeitschrift des Landes, „Die Brücke“, schwerpunktmäßig der Sparte Volkskultur. „Ein immer wieder heiß diskutiertes Thema über eine oftmals ungeliebte Sparte, wird sie doch von vielen gerne sehr eng definiert. Mit der Oktober/November-Ausgabe möchten wir daher eine Brücke schlagen und einen selektiven Einblick in ein komplexes und umfassendes Themenfeld geben“, so Kulturlandesrat Christian Benger zur neuesten Ausgabe, die durch die Unterabteilung Kunst und Kultur zusammengestellt und mit 1. Oktober herausgegeben wurde.

„Im wissenschaftlichen Diskurs werden die Volkskultur und das Brauchtum mittlerweile gerne unter dem Begriff Alltags- und Festkultur zusammengefasst. Eine Begriffsbestimmung, die zeigt, dass die Beschäftigung mit dieser Thematik eine weitreichende sein kann“, meint Benger dazu.

Neben dem Schwerpunktthema Volkskultur widmet sich die Brücke-Rubrik „Auf.ge.worfen“ der Position „Tradition und Heimat“, die Siegfried Kogler vertritt, und stellt sie der von Klaus Schönberger aufgeworfenen Fragestellung „Tradition als rückwärtsgewandte Innovation?“ gegenüber. Wie immer wird den Leserinnen und Lesern ermöglicht, sich selbst ihre Meinung über das behandelte Thema zu bilden. Es ergeht der Aufruf an die Leserschaft, an die Mail-Adresse bruecke@ktn.gv.at zu schreiben, oder über andere Dinge, die sie bewegen, zu berichten.

Neben dieser Gegenüberstellung der Positionen wird nicht nur eine Begriffsbestimmung vorgenommen, sondern auch schlussgefolgert, dass bei der Betrachtung von Kulturelementen stets Traditionsprozesse, soziale Vermittlung und räumliche Diffusion vernetzt zu sehen sind. In einem weiteren Beitrag werden Arbeiten der aus dem Lesachtal stammenden Künstlerin Claudia Unterluggauer vorgestellt, die sich mit den Fragen „Was sind wir, woher kommen wir, und inwiefern beeinflusst unsere Herkunft unser eigenes Denken und Tun?“ beschäftigt. Auch wird ein Einblick in das musikalische Schaffen der Gruppe Marlyn & Stern gegeben, die Klangwelten aus verschiedenen Kontinenten erspüren und daraus feinfühlige Neuinterpretationen traditioneller Lieder schafft.

In der Rubrik „Aus.der.Sammlung“ wird Volkskunst in Form von historischen Bienenstockstirnbrettchen - welche das Cover der Brücke zieren - aus dem Carnica Bienenerlebnismuseum in Kirschentheuer gezeigt. Weiters wird über die St. Veiter Literaturtage berichtet, die in einem dreitägigen Programm mit dem Titel „Vom Unterwegssein“ Autoren und Autorinnen vorstellen, deren geographische wie sprachliche Heimat ganz Europa ist. In der „Vorlese.Prvo Branje“ wird ein Textauszug aus dem neuen Roman von Esther Kinsky gebracht, die in der Herzogstadt liest. Außerdem werden unkonventionelle und originelle Schubertinterpretationen, der prägende Kärntner Musiker Norbert Eipeltauer, die Gesellschaft der Opernfreunde oder Choraufführungen im alten Athen gebracht - und ganz schwerpunktgerecht wird die Frage „Ist der Mix aus Volksmusik und Populärmusik ein Verbrechen?“ erörtert.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger; UA Kunst und Kultur
Redaktion: Röttig/Böhm