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Infrastruktur 2: In Kärntens Zukunft werden 2,6 Milliarden Euro investiert

02.10.2015
BM Stöger, LH Kaiser und LHStv.in Schaunig: Umfassender Infrastruktur-Ausbau bringt Kärnten auf die Überholspur
In Kärntens Infrastruktur werden bis zum Jahr 2020 2,6 Milliarden Euro investiert. Bundesminister Alois Stöger, Landeshauptmann Peter Kaiser und Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig informierten im Rahmen einer Pressekonferenz über die einzelnen Investitionen und Vorhaben. „Ein Freudentag für Kärnten“, dankten Kaiser und Schaunig vorweg dem Bundesminister und dem Bund für diese Investitionen in die Zukunft Kärntens.

„Man glaubt an die Zukunftsfähigkeit des Landes“, sagte Kaiser, wenn so viel Steuergeld in einer für Kärnten nicht leichten Zeit in die Infrastruktur, Straße, Schiene, in Forschung und Entwicklung, in Technologien und Breitband, investiert werden. Das Gemeinsame im Interesse der Republik und des Landes sei jedenfalls effizienter und nachhaltiger als da und dort geäußerte oder geforderte billige Kritik gegen Wien. Diese enormen Investitionssummen zeigen, dass wir gemeinsam alles tun, um Kärnten dorthin zu bringen, wo es hingehört: auf die Überholspur“, unterstrich der Landeshauptmann.

Der ÖBB Rahmenplan sieht von 2014 bis 2019 1,6 Mrd. Euro vor, weiters werden 550 Mio. Euro aus dem Asfinag-Rahmenplan (bis 2020) fließen. 114 Mio. Euro werden für die Breitbandförderung (bis 2020) prognostiziert und die Förderung für angewandte Forschung (bis 2020) sieht Mittel in Höhe von 240 Mio. Euro vor. Ein großes Projekt neben dem Koralmtunnel bildet der Neubau der 2. Röhre des Karawankentunnels, der voraussichtlich bis 2022 für den Verkehr freigegeben wird. Die Gesamtprojektkosten werden mit rund 185 Mio. Euro angegeben. Weitere geplante Großvorhaben sind der Sicherheitsausbau der S 37 Klagenfurter Schnellstraße (46 Mio. Euro), sowie viele Sanierungen von Fahrbahnen und Brücken.

Der Bundesminister betonte die Wichtigkeit von Mobilität als Zeichen der Freiheit. Diese werde durch eine gute, starke Infrastruktur ermöglicht. Ein Wirtschaftsstandort wie Kärnten brauche eine starke Infrastruktur, also Straßen, Schienen, Forschung, Internet, so Stöger. Die laufenden und geplanten Investitionen werden Kärnten als Wirtschaftsstandort verbessern, gerade auch die Baltisch-Adriatisch-Achse bzw. die neue Südbahn mit Semmeringtunnel und Koralmbahn, die bis 2023 fertiggestellt ist, werde die Chancen Kärntens erhöhen, weil Menschen damit neue, schnelle Verbindungen nutzen können. Österreich sei das Bahnfahrerland Nr. 1, auch die Bahnhöfe wurden und werden weiter modernisiert, so Stöger.

Ihre Freude über diese Investitionszusagen drückte auch Technologiereferentin LHStv.in Schaunig aus. Sie dankte dem Bundesminister und seinem Ministerium für den partnerschaftlichen und unkomplizierten Umgang, für die Investitionen und das Know-how. Sie wies auf wichtige Einrichtungen hin, die durch die Mitfinanzierung mit Bundesmittel ermöglicht wurden, wie das gerade erst eröffnete Robotics-Institut des Joanneum-Research und hob die Kooperationen mit der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) hervor.

Gerade mit der Steiermark werde die Zusammenarbeit intensiviert. Der Breitband-Ausbau sei eine unbedingte Voraussetzung für die Industrie 4.0. In diesem Zusammenhang machte sie auch auf den IT-Kommunaltag des Landes am 14. Oktober im Rahmen der Kärntner Messen aufmerksam. Schaunig informierte, dass in Kärnten im Jahr 2014 80 Prozent der FFG-Mittel an Unternehmen gingen. 2013 flossen 27,7 Mio. Euro und 2014 waren es schon 40 Mio. Euro.

Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/
Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Zeitlinger/kb
Fotohinweis: LPD/fritzpress