News

POLITIK

Infrastruktur 3 – Koralmtunnel-Countdown mit „Kora“

02.10.2015
Letzte Tunnelbohrmaschine für Bau des Koralmtunnels feierlich angedreht – Weiterer Schritt in positive Zukunft Kärntens
 Und wieder ist ein weiterer Schritt in Richtung Verwirklichung des Jahrhundertprojektes Koralmbahn getan: Die dritte und letzte Tunnelbohrmaschine, die beim Bau des Koralmtunnels zum Einsatz kommt, wurde heute, Freitag, im Rahmen einer großen Andrehfeier in Betrieb genommen. Ulrike Wehr, die Lebensgefährtin des Kärntner Landeshauptmannes, taufte die Tunnelbohrmaschine mit dem Namen „Kora“ und betätigte als Tunnelpatin den großen Knopf zum symbolischen Andrehen. Mitgeholfen haben Kurt Bodewig, TEN-T Korridor EU-Koordinator, Alois Stöger, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, die Landeshauptleute Peter Kaiser und Hermann Schützenhöfer, Christian Kern, Vorstandsvorsitzender ÖBB-Holding AG und Karl-Heinz Strauss, Vorstandsvorsitzender Porr AG.

„Solche Investitionen müssen wohlüberlegt sein, aber wir verbinden Menschen untereinander, Menschen mit Arbeit und Güter mit Märkten“, betonte BM Stöger. Dort, wo es Verkehrsverbindungen gebe, entwickle sich die Wirtschaft und das bringe den Menschen Arbeitsplätze. Schienengebundene Verkehrsmittel würden in Zukunft an Bedeutung gewinnen. „Mobilität ist der Ausdruck der Freiheit der Menschen“, so Stöger.

„Dieses nationale Projekt im europäischen Kontext wird für Kärnten und die Steiermark neue Herausforderungen und Chancen bringen“, meinte EU-Koordinator Bodewig. Es habe herausragende europäische Bedeutung und ganz Europa werde profitieren.

Heute werde ein weiteres Stück eines ganz besonders wichtigen Infrastrukturprojektes verwirklicht und damit ein wichtiger Schritt in eine positive Zukunft gemacht, sagte der Kärntner Landeshauptmann. „Der Koralmtunnel bringt die Menschen einander näher, verkürzt Wirtschaftswege und lässt Kärnten in eine strategisch großartige Lage kommen.“ Kaiser sieht Kärnten im Jahr 2023 nach der Fertigstellung dieses Jahrhundertprojektes dort, wo es wirklich hingehört – nämlich auf der Überholspur in allen Bereichen. Bahn bringe die Menschen und die Wirtschaft einander näher. Investitionen in solche Projekte seien ungemein positiv, daher gelte der Bundesregierung mit Minister Stöger, der ÖBB und auch der Asfinag großer Dank. „Ihre Investitionen in unser Bundesland zur Verbesserung der Infrastruktur sind Anlagen mit Weitblick und hoher Qualität. Sie bringen dem Wirtschaftsstandort Kärnten essentielle Effekte und Impulse und stärken die wirtschaftliche Position des Landes langfristig“, betonte Kaiser.

Das bedeutende Verkehrsprojekt mit europäischer Dimension mit seinem Herzstück Koralmtunnel lasse Wirtschaftsräume näher aneinander rücken, was bei unserem exportorientiertem Land sehr wichtig sei, sagte der steirische Landeshauptmann. „Wir haben den Fuß in der Tür der Zukunft“, so Schützenhöfer, der BM Stöger und auch seinem Amtsvorgänger Franz Voves dankte.

„Schiene verbindet Menschen, Kulturen, Länder und die Wirtschaft“, betonte auch ÖBB-Chef Kern. Optimale Verkehrsanbindung und Infrastruktur würden Wirtschaftsräume zusammenbringen und Arbeitsplätze generieren. „Dieses Projekt nützt den Pendlern, dem Fern- und Güterverkehr“, so Kern, der allen, aber besonders den vielen Mitarbeitern dankte.

„220 Bauarbeiter aus Kärnten und aus der Steiermark sind hier beschäftigt“, berichtete Porr-Chef Strauss und verwies auf die Professionalität der Tunnelbauer. „Die neue österreichische Tunnelbauweise ist weltweit anerkannt, auch die heute in Aktion tretende Maschine wurde mit österreichischem Know-how gebaut.“

Unter den zahlreichen Anwesenden waren auch Landtagspräsident Reinhart Rohr, die Kärntner Landesräte Christian Ragger und Rolf Holub, der steirische Landesrat Jörg Leichtfried und Porr-Projektleiter Andreas Karlbauer. Den Segen spendeten der Abt des Stiftes St. Paul, Heinrich Ferenczy, und die evangelische Pastorin der Pfarre Wolfsberg, Renate Moshammer. Moderiert wurde die Veranstaltung von ORF Kärnten-Programmchef Martin Weberhofer.
 
Die 130 km lange Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt kostet rund 5,4 Milliarden Euro und wird bis 2023 fertiggestellt. Der 32,9 km lange Koralmtunnel wird zu den längsten Tunnelbauwerken der Welt zählen.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig 
Foto: LPD/fritzpress