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Lakeside Park ist eine Erfolgsgeschichte

07.10.2015
LH Kaiser, LHStv.in Schaunig, LR Holub und Spitzenvertreter der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens bei Lakeside Park-Jubiläum und Eröffnung von B 11
Der Lakeside Park in Klagenfurt ist zehn Jahre alt. Heute, Mittwoch, wurde sein Geburtstag gefeiert und seine Erweiterung durch das Building 11 (B11) eröffnet. Der Lakeside Park ist ein Ort der Begegnung, ein Entwicklungs-, Forschungs- und Bildungsstandort von besonderer Qualität. Die Positionierung konzentriert sich auf die Schwerpunkte Informations- und Kommunikationstechnologie, interdisziplinäre Entwicklungsansätze, Gründermilieu, Ausbildung und attraktives Arbeits- und Lebensumfeld.

Mit dem Lakeside Science &Technology Park nahe der Universität Klagenfurt wurde im April 2005 begonnen, damals mit sechs Gebäuden, auf 14.000 Quadratmeter Nutzfläche arbeiteten 14 Unternehmen. Etwas mehr als zehn Jahre später wurde nun die vierte Baustufe abgeschlossen. Nunmehr verfügt der Park über 34.000 Quadratmeter Nutzfläche, 62 Unternehmen sind mit über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.

Im "Lakeside Spitz", dem neuen Veranstaltungszentrum des Parks, konnte Geschäftsführer Hans Schönegger zahlreiche Gäste und Kooperationspartner begrüßen, unter ihnen Landeshauptmann Peter Kaiser, Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, Ferry Elsholz (BMVIT) und Rektor Oliver Vitouch. Unter den vielen Gratulanten befanden sich auch LHStv.in Gaby Schaunig und Landesrat Rolf Holub, die sich ebenfalls über die enorme positive Entwicklung des Parks beeindruckt zeigten. Neben Schönegger wurden auch Erhard Juritsch und Maria Mack als Motoren des Parks bedankt.

Gemäß der Strategie für Forschung, Technologieentwicklung und Innovation „Kärnten 2020“ setzt man auf Handlungsfelder Bildung, Forschung und Innovation. Mit dem Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt und dem Villacher Technologiepark positioniert sich Kärnten Schritt für Schritt als internationaler High-Tech-Standort. „Es gilt Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen und deren Strategien in ein Wissensdreieck im Kontext des regionalen Innovationssystems einzubinden: Synergien sollen genutzt, vorhandene Stärken vertieft und neue Felder – in Kärnten, aber auch im Verbund mit anderen Regionen – erschlossen werden“, sagte der Landeshauptmann. Der Park sei eine Triebfeder, um Kärnten auf die Überholspur zu bringen. Es gelte, noch besser zu werden, so Kaiser.

Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz sprach von einem Jahrhundertprojekt. Die Investitionen in die High-Tech-City hätten sich gelohnt, die Vision von Wissenschaft und Forschung am See sei aufgegangen. Ferry Elsholz überbrachte die Grüße von Bundesminister Alois Stöger und sagte, dass hervorragende Unternehmen hier tätig seien, um Zukunftsthemen voranzubringen. Es brauche auch künftig gute Kooperation sowie Rahmenbedingungen und vor allem gute Mitarbeiter/-innen.

Universitätsrektor Oliver Vitouch wies auf diese zukunftsweisenden Gründungen sowohl der Universität als auch des Technologieparks in der Vergangenheit hin. Er wünsche sich ein noch stärkeres Zusammenwachsen von Uni Klagenfurt und Lakeside Park zu einem Lakeside Park-Distrikt, zu einem auch im europäischen Kontext vorzeigbaren Bildungs-, Forschungs-, Innovations- und Technologiecampus mit nachhaltigen Effekten auf den Strukturwandel der Region und stark positiver überregionaler Ausstrahlung.

Geschäftsführer Hans Schönegger drückte seine große Freude über die dynamische Entwicklung der letzten zehn Jahre aus, wobei seine Aufmerksamkeit bereits der Zukunft gilt: „Dies ist nur ein weiterer Schritt des Ausbaus. In den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren sollen hier 2.500 Menschen arbeiten, forschen, entwickeln, lehren, lernen und leben“.

Die Errichtungskosten der nun fertiggestellten vierten Baustufe des Lakeside Parks wurden mit 21,5 Mio. Euro angegeben und sind durch Bund, Land, der Stadt Klagenfurt sowie EFRE Mittel und Eigenmittel finanziert.

Im Rahmen der Veranstaltung gab es auch ein Interview bzw. Gespräch der politischen Entscheidungsträger LH Kaiser und Karl Heinz- Lambertz, Vizepräsident des Ausschusses der Regionen und Parlamentspräsident der Deutschsprachigen Gesellschaft Belgiens.Eine Delegation mit Lambertz, dem Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gesellschaft Belgiens, Oliver Paasch, dem Minister für Familie, Gesundheit und Soziales, Antonios Antoniadis, sowie Anna Quadflieg, der Leiterin des Fachbereichs Außenbeziehungen im Ministerium, an der Spitze, hatte im Vorfeld zusammen mit dem Landeshauptmann, LHStv.in Schaunig sowie Martina Rattinger (Verbindungsbüro Brüssel) den Lakeside Park besichtigt.

Lambertz und Kaiser wurden zur Thematik der Organisation von Wissenstransfers befragt. Kaiser sagte, dass es für Erfolge Teamarbeit brauche und er setze auf eigene Erfahrungen sowie auf Bekannte und Freunde, die einen kritischen Zugang hätten. Wichtig sei es ihm, den interregionalen Erfahrungsaustausch und internationale Vernetzung zu suchen, die etwa auch speziell bei der Forschung notwendig sei. Kaiser sagte weiters, dass „Zuschauerdemokratie“ nicht genüge, er wünsche sich mehr aktive Teilhabe durch Bürger/-innen.

Lambertz betonte ebenfalls, dass es die europäische Politik zur Lösung großer Herausforderungen brauche, dennoch müsse auf EU-Ebene vieles verbessert werden, vor allem auch zugunsten der Regionen. Auch er wünsche sich mehr Bürgerengagement fürs Gemeinwohl.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: kb
Fotohinweis: LPD/fritzpress