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Klärendes Gespräch soll Lösung für Wolfsberger Turnusärzte bringen

09.10.2015
LHStv.in Prettner: Verbessertes Ausbildungsmodell für Turnusärzte soll an allen Spitalsstandorten umgesetzt werden
Für den Konflikt zwischen medizinischer Leitung und acht Turnusärzten in Wolfsberg soll es kommenden Dienstag in einem klärenden Gespräch eine Lösung geben, das teilt Kärntens Gesundheits- und Krankenanstaltenreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Freitag, mit.

„Die Unzufriedenheit der Turnusärzte in Wolfsberg, die in der Androhung einer kollektiven Kündigung gipfelte, rührt offenbar daher, dass die partnerschaftlich zwischen Land und Ärztekammer festgelegten Verbesserungen der Turnusärzteausbildung in Wolfsberg noch nicht vollständig zur Anwendung kommen. Das kann und darf nicht sein und ich erwarte mir, dass sich vor allem auch die Oberärztinnen und Oberärzte als Lehrverantwortliche ihrer wichtigen Aufgabe bewusst sind“, so Prettner.

Was im Klinikum Klagenfurt bereits vorbildlich durchgeführt wird, müsse auch an allen anderen Spitalstandorten eingehalten werden, fordert die Gesundheitsreferentin. „Wir konnten gemeinsam mit der Ärztekammer wesentliche Verbesserungen für die Ausbildung unserer Turnusärzte festlegen, wie beispielsweise die Lehrpraxis, den Notfallmedizinerkurs, integrierte Schmerztherapieausbildung, oder auch ein geregeltes Arbeitszeitmodell mit einer planbaren Abfolge der Dienstzeiten. Ich erwarte mir, dass sich die Lehrverantwortlichen in den Spitälern nun auch den neuen Qualitätsstandards und -vorgaben entsprechend der Ausbildung unserer Turnusärzte widmen“, so Prettner.

Am kommenden Dienstag sollen diese Vorgaben am Standort Wolfsberg zwischen Krankenhausdirektorium, leitenden Ärzten und Turnusärzten besprochen und für die Umsetzung im Alltagsgeschehen geplant werden. Zudem sollen gemeinsam auch noch zusätzliche Verbesserungspotentiale geortet werden. „Ich blicke dem klärenden Gespräch zuversichtlich entgegen und erwarte mir eine für alle gewinnbringende Lösung. Immerhin ist es in unser aller Interesse, gut ausgebildete und motivierte Nachwuchsmediziner in Kärnten zu haben, daran darf nicht gerüttelt werden“, so Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/kb