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10.-Oktober-Feier 1 - Vergangenheit als Schlüssel für eine gemeinsame Zukunft

10.10.2015
Zukunftsgerichtet wandte sich LH Kaiser im Landhaushof in seiner Rede zum 10. Oktober an die Gäste und das ganze Land – Er forderte Solidarität in Sachen Hypo/Heta
„Das Wissen um die eigene Geschichte ist der Schlüssel für eine gemeinsame Zukunft“ - „Poznavanje lastne zgodovine je kljuć za skupno prihodnost“– unter diesem Motto standen heute, Samstag, die offiziellen Gedenkfeiern des Landes Kärnten anlässlich des Tages der Kärntner Volksabstimmung. Sie verbanden dem Motto gemäß Traditionelles mit dem Blick in die Zukunft. Nach der Feier beim Ehrenmal auf dem Soldatenfriedhof in Klagenfurt-Annabichl versammelte man sich im Klagenfurter Landhaushof.

„Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme!“, zitierte Landeshauptmann Peter Kaiser zu Beginn seiner Rede den englischen Politiker Thomas Morus. Er gedachte der vielen Toten des Abwehrkampfes. Sie seien für ihre Vision eines freien, demokratischen und ungeteilten Kärntens gestorben. Die Volksabstimmung sei eine Sternstunde Kärntens und der jungen Demokratie gewesen. Dieser mutigen Menschen zu gedenken sei Tradition und Verpflichtung gleichermaßen. Einmal mehr betonte er aber: „Gemeinsame Geschichte, soll versöhnen, nicht verletzen. Die Kärntner Volksabstimmung war ein geschichtsträchtiges Bekenntnis zur Heimat, sei war aber keine nationalistische Manifestation. Heimat heißt nicht ausgrenzen, heißt nicht Verunglimpfen, heißt nicht Schüren von Vorurteilen und Ängsten, heißt nicht Ablehnung anderer Kulturen und Sprachen.“

Kärnten habe im Laufe seiner Geschichte bewiesen, dass es zur Republik Österreich steht. „Ich erwarte mir deshalb jetzt auch solidarische Gemeinsamkeit beispielsweise in der Bewältigung des Hypo/Heta-Problems“, forderte der Landeshauptmann ein. In Kärnten seien in den vergangenen Jahren viele Fehler gemacht worden – gleichzeitig sei aber auch viel Gutes gelungen. Die Bauindustrie beispielsweise habe das beste Jänner-bis-Mai-Ergebnis aller Bundesländer erwirtschaftet. Das Best- statt des Billigstbieterprinzips bei öffentlichen Aufträgen habe sich etabliert, Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen würden greifen, und wir könnten auf die höchste Maturaquote Österreichs verweisen. Der Lakeside Park, das Robotics-Institut, die Joanneum Research und das High Tech Campus waren nur einige der vielen Vorzeigeprojekte die in Kaisers Rede Erwähnung fanden.

„Wir stehen vor vielen Herausforderungen – eine davon ist die Flüchtlingsfrage“, so Kaiser. Er habe Verständnis für jene die sich Sorgen machen. Er könne nur versichern, dass man in Kärnten gemeinsam alles unternehmen würde, um diesen Menschen human zu begegnen.

„Kärnten hat Zukunft! Sie selbst sind der beste Garant dafür“, wandte sich Kaiser zukunftsgerichtet an die Bürger und betonte: „Die Vergangenheit ist der Schlüssel für eine gemeinsame Zukunft.“


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD/fritzpress