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Jahr des Brauchtums - Blasmusikverband Vorreiter bei Jungendarbeit

12.10.2015
LR Benger: Finale des 2. Landeswettbewerbes „Musik in Bewegung“ in Wolfsberg zeigte hohes Niveau der heimischen Blasmusikkapellen
Das Jahr des Brauchtums sei nicht nur ein Bekenntnis zur Tradition und zur Heimat, sondern sei auch Wertschätzung gegenüber 100.000 ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern der rund 1.600 Vereine in Kärnten. Ohne Ehrenamt wären Kultur und Brauchtum in Kärnten laut Kulturlandesrat Christian Benger nicht möglich. „Wir setzen deshalb im Jahr des Brauchtums auf zwei Schwerpunkte: Jugend sowie Aus- und Weiterbildung. Ein Vorreiter in der Jugendarbeit ist der Blasmusikverband in Kärnten“, teilte Benger heute, Montag, mit. Der Blasmusikverband sei mit seinen rund 5.000 Mitgliedern auch eine wesentliche Säule im Kulturland Kärnten.

Am Sonntag fand das Finale des zweiten Landeswettbewerbes „Musik in Bewegung“ in Wolfsberg statt. Musizieren in Bewegung, in Formationen, in einem Showprogramm, sei laut dem Obmann des Blasmusikverbandes Kärnten, Horst Baumgartner, die ureigenste Aufgabe von Blasmusikvereinen. Es standen die drei punkthöchsten Musikkapellen in den Stufen C und D im Landesfinale in der Lavanttalarena. Dabei waren auch die Teilnehmer der Stufe E. Gewonnen haben in den drei Kategorien die Blaskapellen von Patergassen, Millstatt und Flattach.

Dieser Wettbewerb stellt laut Benger eine perfekte Möglichkeit dar, sich musikalisch und marschiertechnisch weiterzuentwickeln und seine Leistungen von einer Jury bewerten zu lassen. Die Marschmusik in Bewegung verlange den Teilnehmern viel Können ab. Aber es sei auch eine Herausforderung für die Kondition jedes und jeder Einzelnen. „Monatelanges, hartes Arbeiten, trainieren der Marschabläufe und Showprogramme wurden heute vom Publikum mit Begeisterung belohnt“, so Benger. Beim Wettbewerb „Musik in Bewegung“ gibt es zahlreiche Kriterien, die eine Kapelle erarbeiten muss, um bei einer Bewertung erfolgreich zu sein.

„Die Qualität ständig zu verbessern, gehört zu unseren größten Zielen. Dazu dienen uns viele Aus- und Fortbildungsveranstaltungen sowie Wettbewerbe für Jung und Alt das ganze Jahr über. Musikalische Akzente in der Jugendarbeit setzen wir in Form von Wettbewerben, Prüfungen, Sommerkursen und Seminaren in vielfältigsten Varianten“, erläuterte Baumgartner.

Dem Verband gehören 132 Musikkapellen mit rund 5.000 Mitgliedern in Kärnten an. Zur üblichen Basisförderung von rund 90.000 Euro, die beispielsweise in die Organisation und Abhaltung von Jugend Camps fließen, gibt es 2015 in Zusammenarbeit mit dem Blasmusikverband auch Einzelförderungen, welchen ein leistungsorientiertes Modell zu Grunde liegt. Teilnahmen an Wettbewerben, Jugendaustauschwochen oder Instrumentenankauf werden mit diesen Einzelförderungen unterstützt. Rund 70.000 Euro wurden bis dato vergeben.

„Mit der verstärkten Jugendarbeit schaffen es die Vereine und Verbände, junge Menschen für ihre Heimat und die Traditionen zu begeistern und zugleich die Vereine abzusichern sowie das Bewusstsein für die Gemeinschaft zu stärken“, stellte Benger fest.

Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Benger