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IT-Kommunaltag 1: Information für Gemeinden aus erster Hand

14.10.2015
Gemeindereferentin LHStv.in Schaunig: Neue, einheitliche Software soll Gemeinden fit machen für bevorstehende Reformprojekte

Informationen aus erster Hand über die technologischen Herausforderungen der Zukunft gibt es für die Kärntner Gemeinden beim IT-Kommunaltag im Rahmen der Messe für Informations- und Kommunikationstechnologie IT Carinthia heute, Mittwoch, am Messegelände in Klagenfurt. Hauptthema neben der Breitbandoffensive ist die Ausschreibung einer einheitlichen Kommunalsoftware für die Kärntner Gemeinden.

Derzeit nutzen die Kärntner Kommunen acht verschiedene Software-Programme von fünf verschiedenen Herstellern mit einer nicht quantifizierbaren Anzahl unterschiedlichster Applikationen. „Eine zeitgemäße, einheitliche Software-Ausstattung der Gemeinden ist eine dringend notwendige Reform und gleichzeitig Basis für weitere große Reformen, die auf Land und Gemeinden zukommen – angefangen vom Rechnungswesen über Transferentflechtungen bis hin zur Struktur- und Aufgabenreform“, sagte Gemeindereferentin LHStv.in Gaby Schaunig beim Besuch des Kommunaltages.

„Die Gemeinden müssen diesen Herausforderungen technologisch gewachsen sein. Neben der Qualitätssteigerung bietet eine gemeinsame Kommunalsoftware auch massive Kostenvorteile, etwa durch einheitliche Schulung und Wartung. Zudem ist sie Grundlage für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit“, so Schaunig.

Über das Gemeindeinformatikzentrum Kärnten – eine gemeinsame Initiative des Landes, des Kärntner Gemeindebundes und der Städte Klagenfurt und Villach – erfolgte kürzlich eine Ausschreibung für eine neue, einheitliche Kommunalsoftware. „Da aufgrund auslaufender Lizenzen acht von zehn Kärntner Gemeinden in den kommenden zwei bis drei Jahren ihre Software wechseln oder upgraden müssen, ist der Zeitpunkt ideal“, sagte Gerd Sarnitz, Geschäftsführer des Gemeindeinformatikzentrums. Das Einsparpotenzial für die Gemeindekassen liegt zwischen 20 und 30 Prozent. Offene Schnittstellen sollen dafür sorgen, dass künftig auch lokale Softwareanbieter für die einzelnen Gemeinden individuelle Applikationen anfertigen und an das System anschließen können.

Das Volumen der EU-weiten Ausschreibung einer einheitlichen Kommunalsoftware für Kärntner Gemeinden beträgt rund 3,6 Millionen Euro. Die Bewerberauswahl wird im November starten, der Zuschlag soll im Februar erteilt werden.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Zeitlinger