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HCB-Gipfel: Bisherige Analysen belegen positiven Trend

14.10.2015
LHStv.in Prettner: NGO´s, Med Uni Wien und Experten des Landes berieten sich zur aktuellen Entwicklung
Weitgehende Einigkeit herrschte heute, Mittwoch, beim HCB-Gipfelgespräch zu dem LHStv.in Beate Prettner als Referentin für Gesundheit Experten der Kärntner Behörden, Hans-Peter Hutter als Vertreter der Med Uni Wien, sowie Helmut Burtscher von Global 2000 und Anna Regelsberger von Greenpeace (via Skype zugeschalten) geladen hatte. Die Maßnahmen die von Seiten des Landes Kärnten getroffen wurden und werden, belegen bereits eine messbare positive Entwicklung der regionalen Produkte (siehe angehängte Grafik). „Die Ergebnisse der aktuellsten Untersuchungen werden, sobald sie uns vorliegen, auch der Öffentlichkeit präsentiert“, so Prettners Antwort auf ein verstärktes Informationsbedürfnis von Seiten der Bevölkerung.

Prettner legte besonderen Wert darauf noch einmal die Unterschiede zwischen den, in der EU gültigen, gesetzlichen HCB-Grenzwerten und den, von der Med Uni Wien, errechneten medizinischen Richtwerten, darzulegen. „Wir haben die Med Uni Wien beauftragt, eigene Richtwerte für das Görtschitztal zu errechnen, um sicherzustellen, dass die betroffene Bevölkerung weniger HCB aufnimmt, als der menschliche Organismus ausscheiden kann. Diese Richtwerte sind beispielsweise bei Fleisch um ein hundertfaches niedriger, als die gesetzlichen Grenzwerte“, so Prettner. Weil dieser niedrigere Wert bei Milch- und Fleischprodukten aber noch nicht erreicht werden konnte, bleibe die Verzehrwarnung für die Görtschitztaler betreffend ihre eigenen Produkte weiterhin aufrecht.

Rund 7600 Proben seien in den vergangenen Wochen und Monaten im Görtschitztal gezogen und analysiert worden. „Es gibt wohl kaum eine Region, die momentan in puncto HCB so gut beprobt ist“, unterstrich Prettner noch einmal das Bemühen des Landes die Gesundheit der Bevölkerung sicherzustellen. Prettner weiter: „Es wird laufend untersucht. Unser Monitoring hört erst auf, wenn alle Produkte aus dem Görtschitztal nicht nur dem gesetzlichen EU-Wert entsprechen, wie es jetzt größtenteils bereits der Fall ist, sondern auch den medizinisch empfohlenen Richtwert der Med Uni Wien einhalten.“

Um dem erhöhten Informationsbedürfnis der Bevölkerung gerecht zu werden, wird an einer Intensivierung der Kommunikation und der Überarbeitung der Homepage des Landes gefeilt.

Einhellig sprachen sich sowohl die Experten der NGO´s als auch des Landes gemeinsam mit der politischen Vertretung des Landes Kärnten abschließend dafür aus, sich auf EU-Ebene für eine allgemeine Herabsetzung der gesetzlichen HCB-Grenzwerte in Lebensmitteln starkzumachen.

INFO: Alle Details und laufend neue Informationen auf www.ktn.gv.at im Sonderthema HCB

Download: HCB Milch


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner 
Redaktion: Stirn/Schmied