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Österreichs PfadfinderInnen tagten in Kärnten

18.10.2015
LH Kaiser bei Bundestagung in Krastowitz – Silbernes Verdienstzeichen der Republik Österreich für Pfadfinderurgestein Johann Hopfgartner

Die diesjährige Bundestagung der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs fand gestern, Samstag, auf Schloss Krastowitz in Klagenfurt statt. Im Zentrum der Tagung standen ein Rückblick auf 50 Jahre Pfadfinderjugendzentrum Techuana bei Rosegg und die Ehrung von Pfadfinderurgestein Johann Hopfgartner durch Landeshauptmann Peter Kaiser gemeinsam mit Kärntens Pfadfinderpräsident Christoph Habsburg Lothringen. Sie übergaben dem Spittaler das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich.

„Ich verhehle nicht, dass ich berührt bin. Vieles der Präsentation ‚50 Jahre Techuana‘ und die Laudatio für Hopfgartner versetzten mich in meine Jugendzeit zurück, was ich erlebt und empfunden habe“, stellte der Landeshauptmann am Beginn seiner Rede fest. Gleichzeitig erinnert er daran, dass er in einer ähnlichen Bewegung, dem Österreichischen und Europäischen Jugendherbergsverband, tätig gewesen sei und dass es in den Leitbildern beider Organisationen etliche Gemeinsamkeiten gebe, wie beispielsweise die Umwelt zu beachten, die Natur zu schützen, ehrenamtlich aktiv zu sein oder die Gemeinschaft zu erleben, Kompetenzen zu stärken und Abenteuer zu erleben. „Die Welt besser zu verlassen ist und muss der Antrieb jeder Gesellschaft sein,“, so Kaiser.

Das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich überreichte der Landeshauptmann im Namen des Bundespräsidenten und der Innenministerin. „Das Ehrenzeichen ist die sichtbare Auszeichnung und der offizielle Dank der Republik. Wichtiger ist es jedoch, Menschen wie Hopfgartner für seine unermüdliche Tätigkeit als Planer, Betreiber, Visionär und Stratege zum Wohle der Kinder und Jugendlichen Danke zu sagen“, hob der Landeshauptmann die Vielseitigkeit des Geehrten hervor. Als kulinarische Auszeichnung gab es von Kaiser für „Hopfi“ eine Torte.

Die Laudatio für Hopfgartner hielt Engelbert Pichler. Hopfgartner sei es gelungen, in einer Zeit wo es wenig Geld gab mit Zusammenhalt, Kraft, Leidenschaft und inniger Vision das Pfadfinderlager Techuana südwestlich der Ortschaft St. Martin bei Rosegg zu errichten und es weltweit bekannt zu machen. Der Spatenstich für das Jugendcamp erfolgte 1965. „Ihm war es wichtig, dem Leben einen tieferen Sinn zu geben und sein Feuer hat alle bis jetzt begeistert“, so Pichler.

Hopfgartner‘s Interesse für die Pfandfinder wurde 1945 in den Wirren der Flüchtlingszeit geweckt. Er absolvierte danach zahlreiche Ausbildungen, war Mitbegründer der Pfadfindergruppe Porcia in Spittal/Drau und Leiter verschiedener Pfadfindergruppen. Auf Landesebene bekleidete er leitende Funktionen, wie beispielsweise jene des Ausbildungskommissär, Landesfeldmeister und des Landessekretär (1990 bis 2013).


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LH Kaiser