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Regierungssitzung 4 - Kärnten ist gentechnikfrei

20.10.2015
LR Benger: Gentechnikbericht in der Regierungssitzung – Jährliches Monitoring weist Kärntens Landwirtschaft als gentechnikfrei aus
Agrarlandesrat Christian Benger hat heute, Dienstag, in der Regierungssitzung den alljährlichen Bericht über das Monitoring bezüglich der Gentechnikfreiheit in Kärnten eingebracht.
Die erfreuliche Nachricht: „Kärnten hat eine weiße Weste. Im Bereich Mais- und Sojaanbau wurden sowohl bei der Saatgutkontrolle, als auch beim Feldmonitoring keine gentechnischen Verunreinigungen festgestellt“, so Benger. Damit sei gewährleistet, dass die Vorgaben des strengen Kärntner Gentechnik-Vorsorgegesetzes auch in diesem Jahr erfüllt werden konnten.

Auch für 2015 kann nach Abschluss des Gentechnik Monitorings festgestellt werden, dass von den Kärntner Landwirten und von den Saatguthändlern das Kärntner Gentechnikvorsorgegesetz in allen Belangen eingehalten wurde. Die Laboruntersuchungen bestätigen, dass bei den kärntenweiten stichprobenartigen Überprüfungen sowohl bei Saatgut als auch bei den Feldbeständen keine gentechnischen Verunreinigungen festgestellt werden konnten.

Der Standort Kärnten ist als GVO-freie Saatgutproduktion mit sehr hoher Sicherheit international anerkannt und zeichnet sich als "gentechnikfreies“ Anbaugebiet aus. Kärntens Felder haben in punkto „Gentechnik“ eine weiße Weste. „Das ist für die Konsumenten ein wesentlicher Grund mehr, Kärntner Produkte zu kaufen. Aber es ist auch Auftrag für die öffentliche Hand, heimische Lebensmittel zu kaufen, wo sie gebraucht werden. Öffentliche Institutionen, deren Betrieb mit Steuergeld finanziert wird, müssen auch in Kärnten einkaufen“, betonte Benger einmal mehr.

Daher ist die ARGE für 27. Oktober zu ihrer Sitzung eingeladen, die die Kriterien für ein „Bestbieterprinzip“ beim Beschaffen von Lebensmitteln ausarbeiten wird, wie es in der letzten Regierungssitzung beschlossen wurde. „Wir müssen weg vom Billigsten hin zum Heimischen. Nur das erhält unsere Wirtschaftskreisläufe. Wir entscheiden selbst: bleibt unser Geld im Land oder fließt es ab in ausländische Massenproduktionen“, so Benger.

Mitglieder der ARGE, die nach dem Vorbild der Bauwirtschaft vorgeht, sind die Agrarabteilung, die Bildungsabteilung, die Gesundheitsabteilung, das Beschaffungswesen des Landes, Wirtschafskammer, Landwirtschaftskammer, Kabeg und die Landwirtschaftlichen Fachschulen.

Das Kärntner Gentechnik-Vorsorgegesetz ist seit dem Jahr 2005 in Kraft und war EU-weit ein Meilenstein. Mit diesem Gesetz konnten auf Landesebene Vorsorgemaßnahmen getroffen werden können, um landwirtschaftliche Kulturflächen frei von gentechnischem Anbau zu halten. Im Gesetz ist ein strenges Monitoring vorgesehen. Die AGES – die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit – führt in Kärnten im Auftrag der Kärntner Landesregierung diese strengen Überprüfungen im Mais- und Sojaanbau durch.

Ergebnisse für 2015: Saatgutkontrolle: Um sicherzustellen, dass kein gentechnisch verunreinigtes Saatgut ausgebracht wird, wurden bereits im Frühjahr – vor der Aussaat – das Saatgut bei zwölf Kärntner Saatguthändlern von 31 Mais- und Sojabohnensaatgutpartien sowie Kartoffelpflanzgut überprüft. Ergebnis: Alle untersuchten Saatgutpartien haben die Saatgut-Gentechnik-Verordnung erfüllt und sind gentechnikfrei. Feldmonitoring: Im Zuge der Herbsternte wurden von Kontrollorganen der AGES in Kärnten auf zehn Flächen repräsentative Stichproben von der Mais- und Sojabohnen- und erstmals Rapsernte durchgeführt. Ergebnis: Es konnten keine gentechnischen Verunreinigungen festgestellt werden.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/kb