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POLITIK

Sonderurlaub für Landesbedienstete in freiwilliger Flüchtlingsbetreuung

24.10.2015
LH Kaiser: Helferinnen und Helfer geben Kärnten Antlitz der Menschlichkeit – Solidarische Aufgabe darf weder heimische Bevölkerung noch Freiwillige überfordern – Nehme Sorgen der Bevölkerung ernst
Kärntner Landesbediensteten, die als Angehörige von freiwilligen Feuerwehren, Rettungsorganisationen, gemeinnützigen, karitativen oder kirchlichen Einrichtungen in der Betreuung von Transitflüchtlingen engagiert sind, wird ein zusätzlicher Sonderurlaub im Ausmaß von bis zu fünf Arbeitstagen bzw. 40 Arbeitsstunden gewährt. Das teilte heute, Samstag, Landeshauptmann Peter Kaiser als Personal- und Flüchtlingsreferent mit. Diese Regelung hat er in Abstimmung mit der Zentralpersonalvertretung des Landes erarbeitet.

„Die weiter steigende Zahl von Flüchtlingen, für die Kärnten in den allermeisten Fällen nur Zwischenstation auf ihrem Weg nach Norden ist, stellt die vielen freiwilligen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auf eine harte Probe“, betonte Kaiser. Es sei Aufgabe einer solidarischen Gemeinschaft, für eine humane Betreuung und kurzzeitige Verpflegung dieser Menschen zu sorgen. Diese Aufgabe dürfe jedoch weder die heimische Bevölkerung noch die Freiwilligen überfordern. „Die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben schon bisher eine schier unglaubliche Leistung erbracht und Kärnten ein Antlitz der Menschlichkeit gegeben, auf das wir alle stolz sein können. Jetzt geht es darum, einerseits die Flüchtlinge auf ihrer Durchreise zu unterstützen, aber auch unseren Helferinnen und Helfern zu helfen“, so Kaiser.

Der Landeshauptmann verhehlte auch nicht, dass sich viele Kärntnerinnen und Kärntner angesichts der aktuellen Situation und aufgrund leider oft auch bewusst gestreuter Gerüchte Sorgen machen würden. „Seien Sie versichert, dass ich diese Sorgen nicht nur in höchstem Maße ernst nehme, ich selbst mache mir ebenso Sorgen. Und dennoch, bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir gemeinsam auch diese Prüfung meistern werden“, meinte er. Die politisch Verantwortlichen in Kärnten, könnten nur versuchen, die Abläufe so zu koordinieren und die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Schutz und Sicherheit sowohl der einheimischen Bevölkerung als auch der Durchreisenden gewährleistet seien.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Böhm