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Kärntner Tourismus zieht positive Sommer-Bilanz

24.10.2015
LR Benger: Abgerechnet wird zum Schluss - Kärntens Sommerbilanz endet mit Nächtigungsplus von 0,4 Prozent und Plus bei Ankünften von 5,4 Prozent
Mit dem vorliegenden Septemberergebnis mit 1.089.937 Übernachtungen (+3,5%) und 267.617 Ankünften (+5,8%) kann die Kärntner Tourismuswirtschaft eine positive Bilanz ziehen. In der gesamten Sommersaison von Mai bis September konnte Kärnten mit 8.368.892 Übernachtungen um 0,4 Prozent und bei den Ankünften (1.894.213) um 5,4Prozent zur Vorjahressaison zulegen. „Abgerechnet wird zum Schluss. Wir hatten eine durchwachsene Saison, mit einer starken Vor- und Nachsaison. Dem Trend, die Natur in Kärnten zu erleben, werden wir gerecht“, betonte heute, Samstag, Tourismuslandesrat Christian Benger. Die Zuwächse bei den Ankünften in der gesamten Saison entsprechen der generellen Entwicklung hin zu Kurzurlauben.

„Aber entscheidend ist nicht die Quantität, sondern die Qualität. Das heißt, dass die reinen Nächtigungszahlen noch nichts über die Wertschöpfung für das Land aussagen. Und diese ist aber entscheidend für Investitionen“, wies Benger hin. Die Kärnten Werbung habe daher entsprechende Umfragen gemacht, die bestätigen, dass sowohl die Umsätze bei den Ausflugs- und Freizeiteinrichtungen wie auch bei den Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Besonders bei den Wander- als auch Radangeboten vermerkt die Kärnten Werbung überdurchschnittlich hohe Zuwachsraten. „Kärnten erleben, Natur genießen, Land und Leute kennenlernen, sind die Urlaubstrends schlechthin. Die Kärnten Werbung setzt auf das richtige Pferd“, so Benger.

Die im heurigen Jahr besonders intensiven Marketingmaßnahmen zur Belebung der Schultersaison sowie die Schwerpunktsetzung auf die Natur Aktiv-Themen gemeinsam mit den Partnertourismusregionen erweisen sich laut Kärnten Werbung-Chef Christian Kresse als richtiger Weg. Die Kärnten Werbung verzeichnet heuer eine Rekordbeteiligung der Regionen bei den gemeinsamen Werbekampagnen. Die abgestimmten Marketingaktivitäten unter einer gemeinsamen Markenführung zeigen Früchte. Nun gilt es, besonders für 2016 einen weiteren Schwerpunkt auf die Produktentwicklung zu setzen. „Nachdem die Tourismusstrategie am Tisch liegt, arbeiten wir nun an der Durchdringung, an der, der Strategie entsprechenden Angebots- und Produktentwicklung mit den Tourismusverbänden und Unternehmern“, so Benger.

Fakten zum September: Unter den 20 nächtigungsstärksten Gemeinden mussten fünf Gemeinden Nächtigungseinbußen hinnehmen: St. Kanzian am Klopeiner See (-9,8%), Hermagor-Pressegger See (-13,0%), Millstatt am See (-2,5%), Steindorf am Ossiacher See (-1,8%), Rennweg (-12,9%). Ein positives Ergebnis erzielten u. a. Villach Stadt (+5,9%), Finkenstein (+16,3%), Velden am Wörther See (+10,1%), Bad Kleinkirchheim (+13,7%), Weißensee (+3,8%), Klagenfurt am Wörthersee (+9,1%), Pörtschach am Wörther See (+7,0%), Radenthein (+9,8%), Seeboden (+2,7%), Ossiach (+10,6%), Treffen am Ossiacher See (+20,4%), Keutschach am See (+21,1%), Lesachtal (+4,9%) und Heiligenblut (+7,9%).

Der Ausländeranteil mit 692.061 Übernachtungen (+1,2%) beträgt 63 Prozent der Gesamtnächtigungen. Der Anteil der Gäste aus Deutschland (501.845) an den Ausländernächtigungen beläuft sich auf 72,5 Prozent. Jeweils rund sechs Prozent der Nächtigungen ausländischer Gäste wurden von den Gästen aus dem Nachbarland Italien und aus den Niederlanden, 3,1 Prozent von jenen aus der Schweiz und jeweils rund ein Prozent von den Gästen aus Ungarn, Tschechien, aus dem Vereinigten Königreich und aus Polen erzielt. Die Zahl der Inländernächtigungen (397.876) mit einem Anteil von 37 Prozent an den Gesamtnächtigungen, hat das Nächtigungsniveau des Vorjahres um 7,7 Prozent überschritten. Jeweils rund 20 Prozent dieser Nächtigungen entfallen auf die Nachfrage der Gäste aus der Steiermark (+11,5%) und aus Wien (+4,2%) und 17% auf die der Gäste aus Niederösterreich (+9,4%).

Auf Gewerbebetriebe entfielen 725.561 (+1,6%) bzw. 67 Prizent aller Übernachtungen, davon 11.707 (+1,7%) auf 5-Stern-, 42.374 (+26,9%) auf 4-Stern Superior-, 300.099 (-1,7%) auf 4-Stern-, 233.092 (+2,1%) auf 3-Stern-, 53.265 (+3,9%) auf 2/1-Stern-Betriebe sowie 85.024 (+0,6%) auf gewerbliche Ferienwohnungen und -häuser.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm