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Straßenmeistereien sind für Winterdienst gerüstet

28.10.2015
LR Köfer: Investitionsoffensive in Schneeräumfahrzeuge – Größte Hochleistungsfräse Österreichs auf Kärntens Straßen im Einsatz

Der Winter kann kommen – zumindest für die Mitarbeiter der Kärntner Straßenmeistereien. Denn alle Vorkehrungen für den Winterdiensteinsatz in der kommenden Wintersaison 2015/16 sind getroffen. Wie Straßenbaureferent LR Gerhard Köfer heute, Mittwoch, bei einem Pressegespräch im Straßenbauamt Klagenfurt ausführte, wurde die Einsatzflotte zur Winterdienstbetreuung auf den neuesten Stand gebracht.

„Ab 1. November stehen in den 17 Straßenmeistereien jeweils zwei Fahrzeuge bereit, um Kärntens Straßen schnee- und eisfrei zu halten“, betonte Köfer. 69 Lkw, 51 Unimog sowie 31 Schneefräsen sind als Räum- und Streufahrzeuge sowie Schneeräumgeräte bereitgestellt und werden nach einem fest gelegten Einsatz- und Räumplan die turnusmäßige Betreuung der rund 5.772 Räumkilometer des Kärntner Landesstraßennetzes sowie der 1.750 Brücken und 3.228 Mauern übernehmen. Mit der Winterbetreuung der Kärntner Landesstraßen, die bis 31. März 2016 dauert, sind rund 450 handwerkliche Bedienstete betraut.

Um für Schneemassen gerüstet zu sein, wurde in den letzten Jahren auch der Fuhrpark erweitert. Pro Jahr wurden zwei Millionen Euro in die Erneuerung der Gerätschaften investiert. Besonderes Augenmerk lag dabei am Ankauf leistungsfähiger Schneefräsen. „Diese Investitionsoffensive ist heuer mit dem Ankauf einer Hochleistungsfräse mit einer Motorleistung von 330 PS und einer Räumleistung von 2.200 Tonnen pro Stunde erreicht. Diese Fräse gehört zu einer der stärksten Schneefräsen aller Landesstraßenverwaltungen Österreichs“, erklärte Köfer. Neu im Fuhrpark ist ab sofort auch ein moderner Steyr Geräteträger inklusive einer Vollfräse mit 110 Zentimeter Durchmesser.

Der Straßenbaureferent wies zudem darauf hin, dass gerade der Katastrophenwinter 2013/14 gezeigt habe, wie wichtig ein guter Fuhrpark und gut ausgebildete Mitarbeiter seien, um anfallende Schneemassen zu bewältigen und somit für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu sorgen. So werden die Winterdienstlenker auch in regelmäßigen Schulungen im Fahrtechnikzentrum auf das richtige Verhalten in Extremsituationen geschult. Zudem erhalten die Einsatzleiter in den Straßenmeistereien zwei Mal täglich Wetterprognosen der Zentralanstalt für Meteorologie, um schnellst möglich auf aktuelle Wetterentwicklungen reagieren zu können.

Neu ist ab heuer der Lieferant der Salzvorräte. „Die SWS-Winterdienst GmbH ist Bestbieter und liefert 11.500 Tonnen Salz für unsere insgesamt 55 Salzsilos und 3.000 Tonnen Salz verwahrt in Bigbags“, so der Straßenbaureferent. Um einen ständigen Überblick über die noch zur Verfügung stehenden Mengen an Salz zu haben, werden die Füllmengen der Salzsilos systematisch überwacht. So können Nachbestellungen frühzeitig veranlasst werden. Durchschnittlich werden pro Wintersaison 20.000 Tonnen Streusalz verbraucht, in Rekordwintern kann der Salzverbrauch aber gut auf 30.000 Tonnen steigen.

Laut Köfer fallen pro Jahr zehn Millionen Euro an Kosten für den Winterdienst auf Kärntens Straßen an, das ist ein Drittel des Gesamtbudgets. „Auch wenn diese Kosten massiv auf das Gesamtbudget der Straßenbauabteilung drücken, ist es mir ein großes Anliegen im Bereich Straßensicherheit im Winter bestens vorzusorgen, um auch für extreme Wettersituationen gerüstet zu sein“, erklärte Köfer. Für die Abteilung 9 Straßen und Brücken sei der Winterdienst eine Kernkompetenz. Sollte tatsächlich einmal Not am Mann sein, könne Kärnten laut Köfer jederzeit auf Unterstützung der Salzburger Landesstraßenverwaltung aus Zell am See zählen, die bereits im Feber 2014 im Katastrophenwinter mit drei Fahrzeugen ausgeholfen habe.


Rückfragehinweis: Büro LR Köfer
Redaktion: Herzog-Sternath/Zeitlinger