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Villacher Alpen Arena ist bereit für die Zukunft

28.10.2015
LH Kaiser: Neue Finanzierungs-Rahmenvereinbarung zwischen Stadt und Land ausverhandelt
Die Villacher Alpen Arena ist nicht nur Absprungbasis von Weltmeistern und Olympiasiegern wie Martin Koch und Thomas Morgenstern, sondern auch eines der erfolgreichsten Ganzjahres-Sportzentren Europas. Mit dem zwischen Stadt Villach und Land Kärnten neu ausverhandelten Finanzierungsvertrag wurde die Zukunft der Arena gesichert. Das wurde heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz in Möltschach bekannt gegeben. Der Finanzierungsschlüssel gilt für den laufenden Betrieb der Alpen Arena inklusive Rollerstrecke und der dazugehörigen Infrastruktur. Demnach wird das Land 60 Prozent der anfallenden Betriebskosten in der Höhe von rund 350.000 Euro jährlich übernehmen, die Stadt wird 40 Prozent tragen.

„In der Villacher Alpen Arena wird höchste Qualität geboten und das sowohl den Sportlerinnen und Sportlern als auch den Funktionären und Zusehern“, sagte Sportreferent LH Peter Kaiser. Davon habe er sich als Stammgast bei den nordischen Staatsmeisterschaften vergangenes Wochenende überzeugen können, wo es hohes Lob aller Landesverbände gegeben habe. Trotz des Diktats knapper Kassen und finanzieller Einschränkungen habe man gemeinsam mit Bürgermeister Günther Albel und Sportstadtrat Andreas Sucher die Alpen Arena zukunftsfit machen können. „Die Rahmenvereinbarung basiert auf einem Einjahresvertrag, aber mit der klaren Absicht, eine langfristige Absicherung anzustreben“, so der Landeshauptmann. Die Kosten für den laufenden Betrieb seien strikt getrennt, bei sinnvollen Investitionen gebe es Beteiligung.

Die Arena sei eine Multifunktionsanlage und eine der wichtigsten Einrichtungen des Sports in Österreich. Sie biete aber nicht nur perfekte Trainings und Wettbewerbsbedingungen für den nordischen Sport, sondern für insgesamt 13 unterschiedliche Sportarten. „Auch der Breitensport hat hier einen wichtigen Platz“, so Kaiser, der auch auf weitere vernünftige Synergien wie beispielsweise mit dem Olympiazentrum Klagenfurt verwies. Auch eine enge Kooperation mit dem slowenischen Planica, wie beispielsweise eine gemeinsame Bewerbung für Weltmeisterschaften, sei angedacht. Die Anlagen in Planica seien keine Konkurrenz, sondern die Möglichkeit, über die Grenzen zusammenzuarbeiten. „Ich freue mich über jeden Jugendlichen, der hier trainiert und so die sportliche Zukunft Kärntens sichert“, betonte der Sportreferent.

„Die Villacher Alpen Arena ist als Ganzjahresanlage und im Sinne der Umwegrentabilität für die lokale Wirtschaft von enormer Bedeutung“, betonte der Obmann des Vereins Villacher Alpen Arena, Stadtrat Andreas Sucher. Allein in den vergangenen Jahren seien im Zuge verschiedener Veranstaltungen oder Trainingskurse zehntausende zusätzliche Nächtigungen gezählt worden. Im heurigen Sommer seien beispielsweise die Österreichischen Meisterschaften im Mountainbike Cross Country über die Bühne gegangen. Mit dem Rahmenvertrag sei garantiert, dass viele Sportlerinnen und Sportler, aber ganz besonders die Jugend, weiterhin optimale Bedingungen vorfinden. Sucher dankte in diesem Zusammenhang auch den einzelnen Vereinen sowie den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die an der Seite von Arena-Geschäftsführer Franz Smoliner seit Jahren dafür sorgen, dass hier mit geringen Mitteln hochprofessionell und europaweit vorbildhaft gearbeitet werden kann und deshalb die Alpen Arena als Sportzentrum auch international höchste Anerkennung erfahre.

„Das Zentrum im Süden ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil im österreichischen Skiverband“, sagte ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin. So habe man sich beispielsweise auf die Weltmeisterschaft in Falun in Villach vorbereitet und auch vergangenen Sommer habe man wieder in der Alpen Arena trainiert. „Erst vergangenes Wochenende wurden die österreichischen Meisterschaften in der Nordischen Kombination und im Sprunglauf bei traumhaften Bedingungen und perfekter Organisation abgewickelt“, lobte Kuttin.

„Die Anlage - sie ist nahezu 100 Prozent ausgelastet - ist einerseits nicht nur hervorragende Trainings- und Wettkampfstätte, sondern für unseren Nachwuchs auch Absprungbasis mitten in die nordische Weltelite“, berichtete Geschäftsführer Smoliner. Er verwies auf den Boom auf der Langlaufloipe oder der Rollerstrecke, die von der Bevölkerung intensiv genutzt würden. „Man kann bei uns täglich bis 20 Uhr bei Flutlicht langlaufen und das in Stadtnähe.“ Smoliner berichtete auch von einem Projekt, das Kinder zur Bewegung bringen solle. „Wir führen Langlaufschnupperkurse für Villacher Volksschulen durch, wo es auch einen Skiverleih gibt.“

Unter den zahlreichen Anwesenden waren auch Landessportdirektor Arno Arthofer und Stadthallendirektor Rudolf Funk.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Fotohinweis: Stadt Villach/Augstein