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Zukunftsweisende Bio-Fernwärme für Völkermarkt

28.10.2015
LR Holub und LR Benger bei Gleichenfeier: Projekt ist Paradebeispiel für Energiemasterplan des Landes
Mit einem Biomasse-Heizwerk setzt die Stadtgemeinde Völkermarkt in Zukunft voll auf Erneuerbare Energie. Rund acht Millionen Euro werden in das moderne Heizwerk und in das acht Kilometer lange Fernwärmenetz investiert, das von der KELAG Wärme GmbH errichtet und von Bund und Land Kärnten gefördert wird. Im Endausbau soll das Heizwerk in Völkermarkt pro Jahr rund 14 Millionen Kilowattstunden grüne Wärme liefern. Anfang Dezember können das Heizwerk und die ersten 4 km des Leitungsnetzes in Betrieb genommen werden.

Für Umwelt- und Energiereferent LR Rolf Holub ist das Biomasse-Heizwerk ein zukunftsweisendes Projekt und ein Paradebeispiel des Energiemasterplans. Dies erklärte Holub heute, Mittwoch, im Zuge der Gleichenfeier vor Ort und lobte gleichzeitig die gemeinsame Arbeit für die Umsetzung des Projekts: „Das gemeinsame Lösen von Problemen und das gemeinsame Umsetzen von Projekten ist ein Zeichen der neuen Regierungskoalition. Wir haben schnell und effizient in Zusammenarbeit mit dem Kärntner Landtag legistische Änderungen durchgeführt, um das Projekt realisieren zu können“, so Holub. Gerade im Vorfeld der Klimaschutzkonferenz in Paris freue ihn der rasche Fortschritt des Projekts noch mehr: „Ich werde als Vertreter Kärntens auf der Klimaschutzkonferenz den internationalen Vertreterinnen und Vertretern zeigen, wie Kärnten als Region aktiv und vorbildhaft die Energiewende umsetzt und damit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leistet“, so Holub.

„Mit der Bio-Fernwärme erhalten wir den regionalen Wirtschaftskreislauf, schonen die Umwelt nachhaltig und das Geld bleibt in der Region und fließt nicht zu den Öl-Lieferanten“, betonte Forstlandesrat Christian Benger bei der Eröffnung. Wenn der regionale Wirtschaftskreislauf in Schwung bleibt, können laut Benger auch die Strukturen im ländlichen Raum erhalten werden. „Investitionen sichern Arbeitsplätze, damit gibt es Einkommen, Kaufkraft und Wertschöpfung, die wiederum Voraussetzung für Investitionen sind. Wir haben es also immer selbst in der Hand, wie gut unsere Regionen dastehen, wie gut sich Kärnten entwickelt“, so Benger.

Durch die Fernwärme-Versorgung können in Völkermarkt jährlich rund 4.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Für Völkermarkts Bürgermeister Valentin Blaschitz ein wesentlicher Beitrag zur Luftverbesserung. Zudem bleibe die Wertschöpfung mit dem neuen Heizwerk vor Ort und in der Region. Es sei ein gutes Projekt für die Region und die Bevölkerung, so Blaschitz.

Große Freude mit dem Projekt zeigte auch KELAG-Vorstand Manfred Freitag. Die KELAG habe konstruktiv am Energiemasterplan des Landes mitgearbeitet, da Erneuerbare Energie ein wichtiger Teil ihrer Unternehmensstrategie sei. Man habe alles gemeinsam für das Projekt gemeistert, was sehr positiv für den Wirtschaftsstandort Kärnten sei.

Außerdem an der Gleichenfeier teilgenommen haben LAbg. Jakob Strauss (in Vertretung von Landeshauptmann Peter Kaiser) und Günther Stückler, Geschäftsführer der KELAG Wärme GmbH.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub, LR Benger
Redaktion: Rauber/Robitsch/Stirn
Fotohinweis: Büro Holub