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60. Jahrgang des Statistischen Handbuches des Landes Kärnten liegt vor

30.10.2015
LH Kaiser dankt Peter Ibounig und seinem Team für Standardwerke zu Land Kärnten – Jubiläumsband ist auch Spiegel der Zeitgeschichte
Das von der Landesstelle für Statistik beim Amt der Kärntner Landesregierung erarbeitete Statistische Handbuch wurde dieser Tage bereits in seiner 60. Auflage der Öffentlichkeit übergeben. Dem Grundsatz folgend, dass Informationen auf gesicherten Datengrundlagen einen Eckpfeiler unserer modernen Wissensgesellschaft darstellen, bietet dieses „Standardwerk der Landesverwaltung“ alljährlich der Politik, Verwaltung, darüber hinaus aber auch der interessierten Bevölkerung, eine hochwertige und umfangreiche Datensammlung über das Bundesland Kärnten an. Darin nachzulesen sind objektive Informationen über demografische, soziale und wirtschaftliche Strukturen des Landes in übersichtlicher Form.

„Wir ertrinken in Informationen, aber hungern nach Wissen". - Um diesem Ausspruch des Zukunftsforschers John Naisbitt entgegen zu wirken, erstellt die Landesstatistik alljährlich eine umfangreiche und hochwertige Datensammlung“, sagt Landeshauptmann Peter Kaiser. „Das Statistische Handbuch des Landes Kärnten ist ein beliebtes und häufig nachgefragtes Standardwerk der Landesverwaltung". Es soll nicht nur der Politik und Verwaltung als Planungs- und Entscheidungsgrundlage dienen, sondern auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern als zuverlässige Orientierungshilfe. Neben einer Fülle an aktuellen Daten enthalte es auch viele fortgeführte Zeitreihen, aus denen sich interessante Entwicklungen ableiten lassen.

„Hohe Benutzerfreundlichkeit, fernab von trockenen Rechenbeispielen steht im Mittelpunkt und für den aufmerksamen Leser gibt es auch die eine oder andere Überraschung“, meint Kaiser, der dem engagierten Team der Landesstatistik um Leiter Peter Ibounig dankt.

Im „Jahr der Jubiläen“ – 70 Jahre Zweite Republik, 60 Jahre Staatsvertrag, 20 Jahre EU-Mitgliedschaft – kann auch das Statistische Handbuch des Landes Kärnten mit der Herausgabe des 60. Jahrganges auf ein kleines Jubiläum und somit auf eine bemerkenswert lange Reihe der Dokumentation, ähnlich einem „Spiegel der Zeitgeschichte“, zurückblicken.

Überblickt man diese Zeitspanne von sechs Jahrzehnten, so fällt auf dass Kärnten …
- im Jahre 1955 rund 478.500 Einwohner beheimatet hatte, 60 Jahre später jedoch 557.600. Daraus errechnet sich ein Bevölkerungsanstieg von 79.100 oder 16,5 %.
- im Jahre 1955 einen Geburtenüberhang von 5.000 verzeichnet hatte, derzeit überwiegen jedoch die Sterbefälle die Geburten um rund 1.000 Ereignisse.
- vor 60 Jahren mit einer Unehelichenquote von 19 % an zweiter Stelle der Bundesländer (hinter Salzburg) gelegen war, heute aber mit 53 % österreichweit die Spitzenposition einnimmt.
- Mitte der 50er Jahre mit 42 gestorbenen Säuglingen auf 1.000 Lebendgeborene eine sehr hohe Säuglingssterblichkeitsrate aufzuweisen hatte, gegenwärtig jedoch mit einer Rate von 1,3 ein auch im internationalen Vergleich vorzeigbarer Spitzenwert erreicht wird.
- 1955 auf Grund der vielen Kriegsflüchtlinge 1.900 Personen eingebürgert worden waren, gegenwärtig sind es 300 bis 350 pro Jahr.
- in den letzten 60 Jahren eine Verdreifachung der niedergelassenen Ärzte – von 450 auf 1.386 (Praktische Ärzte, Fachärzte und Zahnärzte zusammen) verzeichnet hatte.
- im Bereich der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (zwischen 1951 und 2013) eine Halbierung (von 33.500 Bauernhöfen auf 17.500) hinnehmen musste.
- im Jahresdurchschnitt 1955 knapp 125.000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Beschäftigung standen, gegenwärtig gehen rund 205.000 Personen einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nach.
- Ende 1955 insgesamt 42.300 zum Verkehr zugelassene Kraftfahrzeuge gemeldet hatte, heute sind es mit 469.000 mehr als das Zehnfache.
- trotz des weit geringeren Verkehrsaufkommens im Jahre 1955 insgesamt 166 Tote auf Grund von Straßenverkehrsunfällen verzeichnen musste, wogegen sechs Jahrzehnte später diese Zahl erfreulicherweise auf 26 zurückgegangen war.
- im Fremdenverkehrsjahr 1954/55 rund 3 Mio. Übernachtungen registriert wurden, heuer kann man allerdings von 12,2 Mio Übernachtungen ausgehen. Der Höhepunkt der touristischen Entwicklung wurde in Kärnten allerdings schon im Jahre 1980 mit knapp 19 Mio. Übernachtungen erreicht.
- vor 60 Jahren rund 65.000 Pflichtschüler aufzuweisen hatte, derzeit sind es auf Grund des Geburtenrückganges nur noch knapp 24.000.
- im Bereich des Feuerwehrwesens eine Ausweitung von 11.300 aktiven Feuerwehrmitgliedern auf 19.100 erfolgt war.

Diese und noch viele weitere interessante Informationen über das Land Kärnten und seine Bewohner können dem neu erschienenen Statistischen Handbuch des Landes Kärnten, 60. Jahrgang 2015, in der Zusammenschau mit der langjährigen Berichterstattung, entnommen werden. Der im Verlag Johannes Heyn herausgegebene Band kann auch über den Buchhandel bezogen werden. Darüber hinaus steht die gesamte Reihe vom ersten bis zum 60. Band allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Einsichtnahme in der Landesstelle für Statistik beim Amt der Kärntner Landesregierung zur Verfügung.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/
Dr. Peter Ibounig
Redaktion: kb
Fotohinweis: Büro LH Kaiser