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WIRTSCHAFT

Lehrlingsausbildung: Modellversuch wurde zum erfolgreichen Ausbildungsmodell

09.11.2015
LHStv.in Schaunig: Nahezu 300 IT-Nachwuchskräfte in vergangenen 15 Jahren für Industrie und Wirtschaft – Fördervertrag wird 2016 verlängert

Ziel der überbetrieblichen Lehrwerkstättenausbildung (ÜBA) ist es, Kärntner Jugendlichen, die keinen Lehrplatz im Bereich der Medien- und Informationstechnologie finden, eine zukunftsorientierte Lehrausbildung in den Berufen, mit erweiterten Ausbildungsthemen im Bereich der Industrie 4.0 und Reinraumtechnik zu ermöglichen. Darüber informierte heute, Montag, LHStv.in Gaby Schaunig bei der Pressekonferenz „Geförderte Lehrplätze in der Medien- und Informationstechnologie“. Auf Grund der positiven Entwicklung der IT-L@bs sowie der Vorlage eines von der Ausbildungsseite her inhaltlich adaptierten, zeitgemäßen Konzeptes „IT-L@B 2.0“ und mehrerer Abstimmungsgespräche zwischen dem BFI, dem AMS Kärnten und der Kärntner Landesregierung, sei man zum Schluss gekommen, im kommenden Jahr der Fördervertrag zu verlängern.

„Bildung ist der beste Reiseproviant für den Start in das Berufsleben“, betonte Peter Wedenig vom AMS. „Keine Statistik ist so überzeugend wie die berufliche Erfolgsgeschichte der 20jährigen Julia Fitzko“, unterstrich Schaunig. Julia ist Lehrling im dritten Lehrjahr zur EDV-Kauffrau. „Nach Abschluss dieser Ausbildung möchte ich noch zusätzlich die Lehre zur Medienfachdesignerin absolvieren“, so die engagierte junge Frau. „Im Gegensatz zu meiner Schulzeit lerne ich jetzt gerne und auch sehr erfolgreich“, berichtet Julia mit berechtigtem Stolz. Schaunig: „Die beste Qualitätskontrolle sind zufriedene Absolventen.“

„Bis zu 100 Ausbildungsplätzen zum EDV-Kaufmann/frau, Bürokaufmann/frau, IT-InformatikerIn, Medienfachmann/frau-Mediendesign, Medienfachmann/frau-Medientechnik, EDV-TechnikerIn/IT-TechnikerIn an den Standorten Villach, Wolfsberg und Krumpendorf können gesichert werden“, informierte Maria Pontasch, Bereichsleitern des BFI. „Die Lehrlinge besuchen die Berufsschule und machen ein wochenlanges betreutes Betriebspraktikum bei einem Partnerbetrieb“, ergänzte die Teamleitern von IT-Lab, Daniela Zöchmann. Außerdem würden sie beim Erproben und Üben ihres Wissens sowohl im Fachbereich als auch im Bereich Sozialer Kompetenz von Trainerinnen und Trainern in den bfi IT-L@Bs unterstützt.

Die Vorteile dieser Lehrausbildung sind ein flexibler Einsatz der Lehrlinge in unterschiedlichsten Berufs- und Tätigkeitsfeldern, eine verbesserte Qualität der Ausbildung durch hohe Flexibilisierung und eine marktgerechte Ausbildungen am IT-Sektor durch modulare Spezialisierung. Ebenso gibt es eine zielgruppengerechte Betreuung bei der Vermittlung und einen unkomplizierteren Zugang zum Erwerb zusätzlicher Qualifikationen. Transparent wird die Ausbildung durch Modulprüfungen, zudem werden lernschwache „beeinträchtigte“ Lehrlinge integriert.

Zahlen belegen das erfolgreiche Projekt : 353 Lehrlinge wurden seit dem Jahr 2000 aufgenommen, 113 Lehrlinge sind in Ausbildung (Stand 31.12.14), die Vermittlungsquote nach Abschluss der Lehre in den IT-L@Bs liegt bei ca. 80 Prozent. Insgesamt haben sich 362 Partnerbetriebe aus der Kärntner Wirtschaft seit Bestehen der IT-L@Bs an diesem Projekt beteiligt.

Das Projekt wird vom Land Kärnten mit 600.000 Euro gefördert. „Kärnten wird als Wirtschaftsstandort nicht ohne gut ausgebildeten Facharbeiter auskommen und ich danke allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit“, so Schaunig.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Kohlweis/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig