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Weg Möstl-Triebes in Gemeinde Gnesau wird saniert

10.11.2015
LR Benger: Es geht um Sicherheit für die Anrainer – Ländliches Wegenetz in Kärnten umfasst 8.600 Kilometer

Die Sanierung des 1,3 Kilometer langen Weges Möstl-Triebes in der Gemeinde Gnesau wurde kürzlich von der Kärntner Landesregierung beschlossen. „Die Anrainer können aufatmen, die Schlammpiste nach der Frostperiode und die Staubbelastung in der trockenen Zeit gehören bald der Geschichte an“, betonte heute, Dienstag, Agrarlandesrat Christian Benger. „Über diesen Weg werden immerhin 34 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und 14 Hektar Wald bewirtschaftet. Die Sicherheit für die Nutzer des Weges muss gegeben sein“, so Benger. Als Kosten für die Sanierung gab er rund 416.000 Euro an, 291.000 Euro davon fließen aus dem Agrarreferat, den Rest bringen die Anrainer und die Gemeinde gemeinsam auf.

Vor allem die Verbreiterung der Straße, die Vergrößerung der Kurvenradien sowie der Ausgleich der Längsneigungen werden in den nächsten Jahren in Angriff genommen. Besonders im Frühjahr, nach der Frostperiode, waren bis dato die Hofstellen zum Teil gar nicht erreichbar. Das Tauwetter hat den Weg unbefahrbar gemacht, Schlamm und zu tiefe Spurrinnen verhinderten ein Durchkommen. In Extremfällen galt dies auch für Feuerwehr und Rettung. „So etwas darf heute nicht mehr sein. Wir müssen die landwirtschaftliche Bewirtschaftung aufrechterhalten, sie sichert den regionalen Wirtschaftskreislauf und damit die Strukturen vor Ort“, sagte Benger.

Der Weg Möstl-Triebes ist Teil des ländlichen Wegenetzes in Kärnten, das in Summe 8.600 Kilometer umfasst. Das sind über 70 Prozent des gesamten Straßennetzes in Kärnten. „Ohne diese Straßen außerhalb der Ballungszentren kommt niemand in die Arbeit, in die Schule, zum Arzt, zum Einkaufen oder in ein Wandergebiet“, wies Benger hin. Die Sanierung des Wegenetzes in den Tälern und Regionen erhalte die Multifunktionalität sowie die Existenzen vor Ort. Rund ein Drittel der 8.600 Kilometer befindet sich einem mittelmäßigen bis schlechten Zustand, ein weiteres Drittel sogar in einem sehr schlechten Zustand. Um mit dem knappen Budget von rund 7,4 Millionen Euro die Sanierungen voranzutreiben, werde meist eine lange Bauphase in Kauf genommen, um die Finanzierung über mehrere Jahre sicherstellen zu können.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm