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Zertifikatsverleihung an 43 Kleinkinderzieherinnen

10.11.2015
LH Kaiser betonte die Wichtigkeit der Elementarpädagogik als wesentliche Basis des Kompetenzenerwerbs
„Ich wünsche Ihnen in dem, was Sie vorhaben die größtmögliche berufliche Erfüllung und dass es Ihnen immer bewusst ist – Sie genießen das Vertrauen der Eltern in ihr wichtigstes Gut – in ihre Kinder“, sagte heute Bildungsreferent LH Peter Kaiser im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung. Anlass war die Zertifikatsverleihung an 43 Kleinkinderzieherinnen nach Abschluss ihres Ausbildungslehrganges.

„Ich bin selbst Bildungssoziologe und schätze beziehungsweise wertschätze es sehr, was Sie tun“, sagte der Landeshauptmann. Elementarpädagogik könne als wesentliche Basis zum Kompetenzerwerb gesehen werden. „Hier kann am meisten erreicht, aber auch unwiederbringlich verschüttet werden“, betonte Kaiser. Kindertagesstätten und Kindergärten hätten eine hohe Bedeutung im gesamten Bildungssystem erlangt. Die Anerkennung dieses wichtigen Bereiches zeige, dass Österreich lernfähig sei. „Es ist aber notwendig, dass der pädagogischen Arbeit in der Elementarpädagogik auch der entsprechende Stellenwert eingeräumt wird“, so der Bildungsreferent.

Laut Barcelona-Ziel sollten 33 Prozent aller ein- bis dreijährigen Kinder Platz in einer Kinderbetreuungsstätte haben. „Kärnten verfehlt dieses Ziel, es fehlen noch elf Prozent, aber bei den vierjährigen Kindern konnte eine Steigerung der Betreuungsquote um 4,4 Prozent erreicht werden - von 87,3 auf 91,7 Prozent.“ Der verstärkte Ausbau der Einrichtungsform, die auch mit der 15a-Vereinbarung konform gehe, könne als wesentliches Ziel in Kärnten hinsichtlich der Schaffung von neuen elementaren Bildungsplätzen angesehen werden. „Wir wollen trotz schwieriger finanzieller Situation im elementarpädagogischen Bereich Akzente setzen“, betonte der Landeshauptmann. „Ich werde alles tun, was in meiner Verantwortung liegt, um Ihnen positive Arbeitsbedingungen bieten zu können und wünsche Ihnen viel Freude, Erfüllung sowie eine gute Hand für Ihre Tätigkeit“, so Kaiser.

„Es ist so weit, Sie haben am IBB Ihren Lehrgang abgeschlossen und ich gratuliere Ihnen dazu“, sagte IBB-Leiter Gerald Salzmann. „Die Kinder stehen im Mittelpunkt und von Ihnen wird ein hohes Maß an Fachkompetenz, Verantwortung sowie Fingerspitzengefühl verlangt“, betonte Landeskindergarteninspektorin Iris Raunig.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Gruppe „Sound of Church“ (Liliane Kitz, Andrea Ogris und Tanja Tscheliesnig). Unter den zahlreichen Anwesenden war auch Bildungsabteilungsleiterin Gerhild Hubmann.

Die Kleinkinderzieherinnen haben 350 theoretische Unterrichtseinheiten zu wesentlichen Bildungsbereichen der Elementarpädagogik (rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen von vorschulischen Bildungsinstitutionen, Kindheit aus pädagogischer und psychologischer Perspektive, Zusammenarbeit mit Eltern, Konzepte der Frühpädagogik, Didaktik und Methodik der Elementarpädagogik, Selbsterfahrung und Reflexion usw.) sowie ein 80 Unterrichtseinheiten umfassendes Praktikum in einer elementaren Bildungseinrichtung absolviert. Nach positivem Lehrgangsabschluss sind sie diplomierte Kleinkinderzieherinnen. Der überwiegende Teil der Absolventinnen ist bereits in Kindergärten tätig.

Die Ausbildung - auch für Kindergartenhelferinnen und das Fachpersonal in Kindertagesstätten – ist unter dem Begriff „Kleinkinderzieher/in“ im Kärntner Kinderbetreuungsgesetz verankert. Der Ausbildungslehrgang am IBB hat österreichweite Gültigkeit.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Foto: LPD/fritzpress