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Tag des Apfels – Regional ist genial

12.11.2015
LR Benger: Obsternte in Kärnten auf 360.000 Quadratmetern heuer mit 900 Tonnen durchschnittlich, aber sehr gute Qualität – Kärnten braucht mehr Obstbauern
 Morgen, Freitag, 13. November, dreht sich anlässlich des 43. Tages des Apfels alles um die heimischen Äpfel. Geerntet wurden heuer rund 900 Tonnen Obst, hauptsächlich Äpfel. Diese Menge deckt den Bedarf am heimischen Markt. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Kärnten liegt bei 19,5 Kilogramm im Jahr. „Trotzdem haben wir noch Luft nach oben, das Potenzial für mehr Obstbauern ist jedenfalls gegeben. Zumal der Trend zu heimischen Lebensmitteln steigt“, sagte heute, Donnerstag, Agrarlandesrat Christian Benger.

Die Obstbauern sind mit der heurigen Ernte zufrieden, die zwar nicht höher ausfällt, als im letzten Jahr – Aber auf Grund der Witterungsverhältnisse wird die sehr gute Qualität heuer gelobt. Die auf das trockene Frühjahr folgenden Niederschläge haben den Ertrag gesichert. Die Sommerhitze hatte sich nicht mehr ausgewirkt. Nur im Raum Villach entstanden wegen der Hagelunwetter massive Schäden an den Obstkulturen. Kühle Nächte, aber warme Tage im September haben schließlich die Farb- und Aromaentwicklung massiv positiv beeinflusst. Zum Vergleich: In der Steiermark werden 230.000 Tonnen Obst geerntet, in Südtirol sind es sogar 1,2 Millionen Tonnen.

„Kärnten braucht mehr Obstbauern, die Nachfrage ist da“, fasste Benger zusammen. Auch Hans Innerhofer vom Landesobstbauverband bestätigte die Notwendigkeit, den Obstbau in Kärnten zu intensivieren. „Es ist zusätzliches Einkommen und entspricht dem Trend, gesunde, regionale Lebensmittel anbieten zu können“, so Innerhofer. Kurze Lieferwege, rasche Lieferzeiten und vor allem die Herkunftsgarantie würden die Konsumenten überzeugen.

„Regional ist genial, denn wenn wir heimische Produkte kaufen, sichern wir auch den regionalen Wirtschaftskreislauf, unser Geld bleibt im Land und sorgt hier für Investitionen, Arbeitsplätze, Einkommen, Kaufkraft und damit wieder für Investitionen“, so Benger. Der Tag des Apfels forciere das Bewusstsein für die heimischen Produkte.

Derzeit sind 21 Erwerbsobstbauern im Intensivobstbau tätig, die Vermarktung erfolgt selbständig. Dazu kommen rund 5.000 Streuobst-Bauern, die auf 8.000 Hektar rund 15.500 Tonnen Obst ernten konnten. Diese Ernte fällt um zehn Prozent geringer aus als im Vorjahr, was auf die jährlich wechselnde Ertragslage zurück zu führen ist. Das Streuobst wird zu Obstwein, Säften, Destillaten, Likören und Essigen verarbeitet.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm
Fotohinweis: Büro LR Benger