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Diese Messe macht stolz auf Kärnten

13.11.2015
LH Kaiser eröffnete Familien-, Brauchtums- und Gesundheitsmesse – Ansprachen durch LHStv.in Prettner und LR Benger, auch LR Ragger und LR Holub anwesend
Die Familien-, Brauchtums- und Gesundheitsmesse wurde heute, Freitag, in Klagenfurt eröffnet. 480 Aussteller aus acht Nationen sind dabei vertreten, die Messe dauert bis einschließlich Sonntag. Als „Messe in der Messe“ läuft zudem die „Gesund & Glücklich“. In den Eröffnungsreden wurde viel Positives thematisiert sowie auf besondere Stärken Kärnten hingewiesen. „Was hier präsentiert wird, macht mich und bestimmt auch Sie alle stolz auf Kärnten“, drückte es Landeshauptmann Peter Kaiser aus. Anlässlich des „Tages des Apfels“ eröffnete er die letzte Messe des Jahres mit einem Biss in einen gesunden Kärntner Apfel.

Kaiser dankte dem Team der Kärntner Messen für ein perfektes Messejahr mit über einer halben Million Besuchern. Es sei wieder eine großartige Vorstellung des „Schaufensters Kärntens“ gewesen. Der Landeshauptmann betonte weiters, dass in Kärnten viel in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Brauchtum und Familie geleistet werde. Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Wirtschaft sei machbar, 45 Mio. Euro inklusive Bundesmittel würden in Kärnten jährlich in Kinderbetreuungsstätten investiert. 22.000 Kinder werden laut Kaiser täglich betreut, bei den Fünfjährigen betrage die Quote 98,9 Prozent, bei den Vierjährigen sei sie um fünf Prozent auf über 92 Prozent gestiegen. Kärnten könne zudem mit Stolz auf die hohe Anzahl an Maturantinnen und Maturanten, eine sehr gute Quote bei den Lehrabschlüssen sowie die höchste Quote aller Bundesländer bei der „Lehre mit Matura“ blicken.

„Bei dieser Messe geht es um uns, jede und jeder ist angesprochen“, betonte Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Sie dankte den Kärntner Krankenanstalten, auf deren hervorragende Leistungen sie stolz sei, sowie allen Dienstleistungsträgern, die sich auf der Messe präsentieren. Die Messeschwerpunkthemen Darmgesundheit, Demenz und Suchterkrankungen würden alle angehen. Prettner sagte, dass es in den letzten fünf Jahrzehnten gelungen sei, die durchschnittliche Lebenszeit in Kärnten um 15 Jahre zu erhöhen. Es sei ihr ein Anliegen, dass die Menschen diese 15 Jahre positiv füllen und länger gesund bleiben. In diesem Sinne verwies sie auf Initiativen wie die „Gesunde Küche“ oder die „Gesunden Gemeinden“.

Brauchtumslandesrat Christian Benger betonte, dass Brauchtum Identität schaffe, der Heimat Seele und Halt gebe. Im Rahmen der Brauchtumsmesse, die den Höhepunkt im Brauchtumsjahr darstelle, wolle man die Arbeit der über 100.000, meist ehrenamtlich in der Volkskultur Tätigen unterstützen und würdigen. Auch 2016 werde es einen volkskulturpolitischen Schwerpunkt geben, kündigte Benger an. Die Arbeit der Vereine solle immer weiter entwickelt werden. Als Neuerungen bei der Messe verwies er auf die morgen, Samstag, stattfindende Auszeichnung von „Botschaftern der Volkskultur“, das „Reparaturcafe“ sowie die Zusammenführung von Kärntner Brauchtum und Kärntner Lebensmitteln.

Klagenfurts Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz zeigte sich stolz auf das kürzlich erhaltene staatliche Gütesiegel als familienfreundliche Gemeinde. Nicht stolz sei man darauf, dass 383 Flüchtlinge, größtenteils Familien, seit einem Monat in der Klagenfurter Dullnig-Halle untergebracht seien. „Das ist unmenschlich, ich fordere den Bund eindringlich auf, eine temporäre Bundesbetreuungsstelle einzurichten“, so die Bürgermeisterin. Land und Stadt könnten und dürften hier nichts tun, dies liege ausschließlich in der Zuständigkeit des Innenministeriums. Zur Messe sagte sie, dass an diesem Wochenende der Mensch, das menschliche Wohlergehen und Miteinander den Schwerpunkt bilden würden.

Grußworte seitens der Wirtschaftskammer Kärnten hielt Vizepräsident Alfred Trey, der betonte, dass dem Land nicht so schlecht gehe, wie es viele darstellen wollten. Es sollte wieder mehr positives berichtet werden. Messepräsident Alfred Gunzer begrüßte u.a. die Landtagspräsidenten Reinhart Rohr und Rudolf Schober, die Landesräte Christian Ragger und Rolf Holub und den slowenischen Generalkonsul Milan Predan. Der Landeshauptmann gedachte im Rahmen der Messeeröffnung des kürzlich verstorbenen früheren Landeshauptmannstellvertreters Rudolf Gallob. „Die drei Bereiche dieser Messe waren für ihn politische und gelebte Aufgabe, er hat viel für unser Land und seine Menschen geleistet“, so Kaiser.

Infos unter www.kaerntnermessen.at


Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LHStv.in Prettner/LR Benger
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD/fritzpress