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Mehr Mittel für sprachliche Frühförderung

14.11.2015
LH Kaiser: Sprachliche Frühförderung erhöht Chancengleichheit und ist wichtiger Baustein für persönliche Entwicklung
Die bisherigen Mittel für Sprachförderung wurden jetzt seitens des Bundes erhöht, dies bedeutet für Kärnten, dass pro Jahr 1.127.600 Euro zur Verfügung stehen. Diese erfreuliche Mitteilung machte heute, Samstag, Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser. Diese Mittel werden mit einem Co-Finanzierungsschlüssel zwischen Bund und Land von 2:1 aufgeteilt. Somit müsse Kärnten einen
jährlichen Anteil von 563.800 Euro an Eigenmittel aufbringen.

Bildung ist ein Schwerpunkt, auf den das Land Kärnten besonders setzt. Dazu gehört auch der Bereich der Kinderbetreuung und in dessen Rahmen die sprachliche Frühförderung. „Diese Aufstockung der Mittel ist eine wichtige Bildungsinvestition im Interesse der Kleinsten. Je früher mögliche Mängel beseitigt werden können, desto besser für die betroffenen Kinder“, so Kaiser. Mit der Frühförderung werde die Sprachkompetenz der Kinder verbessert, damit sie beim Eintritt in die erste Schulstufe der Volksschule altersgemäß sprachlich fit sind. „Das bedeutet eine Erhöhung der Chancengleichheit und damit bessere Entwicklungs- und Zukunftschancen“, so der Landeshauptmann.

Insgesamt werden in Kärnten über das Projekt „Frühe Sprachförderung“ 1.579 Kinder gefördert. In Kärnten stützt sich die Sprachförderung auf drei Säulen: Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen fördern Kinder, bei denen eine mangelnde Sprachkompetenz festgestellt wurde, integrativ in der Gruppe ohne zusätzliche Fachkraft. Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen werden bei sprachlichen Fördermaßnahmen bei Kindern, bei denen eine mangelnde Sprachkompetenz festgestellt wurde, durch eine zusätzliche Fachkraft (Anstellung über das IBB oder über das Land, AVS-Sonderkindergartenpädagogen/innen) unterstützt. Und Sonderkindergartenpädagoginnen und -pädagogen fördern Kinder in Sprachförderzentren (kindergartenübergreifend).

Konkret erfolgt zu Beginn des Kindergartenjahres eine Sprachstandfeststellung der Drei- bis Sechsjährigen und bei Bedarf eine Sprachförderung, welche Projekte und Initiativen inkludieren, die bis in den Schuleintritt reichen.

Im Kindergartenjahr 2015/2016 werden über das IBB in 44 Kindergärten zusätzlich 51 „Sprachpädagoginnen“ eingesetzt, die 1262 Kinder sprachlich fördern. In 129 Kindergärten fördern 48 Sonderkindergärtner/innen, die bei der AVS angestellt sind und vom Land Kärnten bezahlt werden, 317 Kinder. Weiters werden in den jeweiligen Bezirken 14 „Sprachförderzentren“ eingerichtet, in denen Sonderkindergartenpädagogen/innen einrichtungsübergreifend Sprachförderung durchführen. Von den 317 Kindern werden dort 148 Kinder gefördert.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/kb