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KABEG Spitäler: Abgangszahlungen des Landes geringer als erwartet

16.11.2015
LHStv.in Prettner: Nettogebarungsabgang um fast zehn Mio. Euro gesenkt - Versorgungsqualität bleibt unangetastet
Die Neugestaltung des Spitalswesens in Kärnten zeigt schon im Jahr 2016 erste positive Auswirkungen, stellt Kärntens Gesundheits- und Krankenanstaltenreferentin LHStv.in Beate Prettner angesichts des Nettogebarungsabgangs für die KABEG fest, der morgen, Dienstag, in der Regierungssitzung beschlossen werden soll.

Das Budgetprogramm für die Jahre 2015 bis 2018 geht noch von jährlichen Steigerungen des Nettogebarungsabganges für die fünf Landeskrankenanstalten im Ausmaß von 1,9 Prozent aus. Dieser Prognose zufolge hätten das Land Kärnten bzw. die Gemeinden im kommenden Jahr 251,3 Mio. Euro an Abgangszahlungen zu leisten. „Der noch im Juni 2015 beschlossene Regionale Strukturplan Gesundheit Kärnten 2020 fordert jedoch auch von den fünf Landesspitäler umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen, die das Management der KABEG schon zu einem erheblichen Teil im Jahr 2016 umsetzen wird. In mehreren Verhandlungsrunden ist es gelungen, den Nettogebarungsabgang, der vom Kärntner Landtag im Rahmen des Landesbudgets beschlossen werden wird, auf 241,18 Millionen Euro zu senken“, teilt Prettner heute, Montag, mit.

Ursprünglich hatte das KABEG-Management damit gerechnet, für das Jahr 2016 251,3 Millionen Euro als Abgangsdeckung zu benötigen. Das nunmehrige Ergebnis ist sowohl der Hartnäckigkeit und Überzeugungskraft von Prettner in Bezug auf Reformen im Kärntner Gesundheitswesen als auch einer positiven Einnahmenprognose aus Mitteln des Kärntner Gesundheitsfonds zu verdanken. Die um fast 10 Millionen Euro günstigere Abgangsdeckung lässt für die Zukunft hoffen und stellt vor allem auch für die Gemeinden eine wesentliche finanzielle Erleichterung dar. Die Versorgungsqualität der Bevölkerung wird durch die Sparmaßnahmen keinesfalls beeinträchtigt.

Strukturelle Maßnahmen, die der RSG Kärnten 2020 vorschreibt, sollen das Gesundheitsversorgungssystem in Kärnten langfristig absichern, erinnert die Gesundheitsreferentin. „Die KABEG-Spitäler gehen mit vorbildlichem Engagement daran, die Strukturreformen so rasch wie möglich umzusetzen. Ich gehe davon aus, dass sich auch die anderen öffentlichen geistlichen und privaten Krankenanstalten dem Reformwillen der KABEG-Spitäler anschließen werden“, so Prettner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/kb