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LR Holub: ÖBB und Land Kärnten erweitern die S-Bahn

20.11.2015
Internationaler Fahrplanwechsel am 13.Dezember 2015 - Auch ÖBB stellen Fahrpläne um - In Kärnten wird abermals die S-Bahn erweitert und zahlreiche zusätzliche Verbindungen eingerichtet

Mehr als 7,9 Millionen Fahrgäste nutzen die Kärntner S-Bahn- und Regionalbahnzüge der ÖBB. Seit der Einführung des Kärnten Takt und der S-Bahn Kärnten legten die Fahrgastzahlen um rund 40 Prozent zu. Allein 2013 wuchsen die Beförderungszahlen um rund 10,5 Prozent. Eine Erfolgsgeschichte, die gemeinsam mit dem Land Kärnten und der Verkehrsverbund Kärnten GmbH konsequent umgesetzt wird.

„Gemeinsam mit dem Land Kärnten setzen wir mit dem neuen Fahrplan weitere wichtige Akzente für die Bahnkunden“, stellte heute, Freitag, Regionalmanager Maximilian Stießen von der ÖBB-Personenverkehr AG fest. „Das Kärntner S-Bahn System wird weiter ausgebaut und auch der Bahnverkehr im Gailtal attraktiviert.

Fernreisende profitieren von den schnellen Railjet-Verbindungen zum Wiener Hauptbahnhof, der im Dezember seine volle Leistungsfähigkeit aufnimmt und alle Fernverkehrsverbindungen zentral verknüpft. Schneller ist man künftig auch beim Flughafen Wien mit nur einmaligem Umsteigen am Wiener Hauptbahnhof.

„Mit dem Fahrplanwechsel wird die Attraktivität der erfolgreichen Kärntner S-Bahn weiter gesteigert. Die S-Bahn ist das Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs, für das Land Kärnten ist ihr Ausbau deshalb besonders wichtig. Das Gesamtpaket enthält noch weitere wichtige Angebote wie MICOTRA und die S-Bahn-Nightline, die Land Kärnten und ÖBB auch 2016 wieder um-setzen werden. Die Fahrgastzahlen zeigen, dass ein weiterer S-Bahn-Ausbau 2016 ein logi-scher Schritt ist und erfolgen wird. Mit einem Plus von 40 Prozent entwickeln sich die Fahr-gastzahlen der S-Bahn sehr erfreulich“, erklärte Verkehrsreferent Rolf Holub.

Das Erfolgsmodell der Kärntner S-Bahn wird ab 13.12.2015 ausgebaut: Neu fährt die S1 von ohne Umsteigen bis nach Lienz. Im Vorjahr wurden als erster Schritt die Fahrpläne harmonisiert und der Umsteigeknoten nach Spittal verlegt. Durch weitere Fahrplanverbesserungen wurde nun die Verlängerung der S1 bis nach Osttirol möglich. Die Züge, vornehmlich niederflurige S-Bahn Garnituren, fahren von Friesach bis nach Lienz durch.

Die S3 zwischen Weizelsdorf und Klagenfurt verfügt bereits seit Mitte Oktober über die neue Haltestelle Klagenfurt Süd beim Schulzentrum in der Mössinger Straße. Neu fahren ab 13.12. werktags an Schultagen nicht weniger als 22 zusätzliche Züge zwischen dem Klagenfurter Hauptbahnhof und Klagenfurt Süd in beiden Richtungen. „Damit wird das bestehende Zugsangebot auf der S 3 innerhalb der Landeshauptstadt Klagenfurt nahezu verdoppelt“, so Stießen.

Für die nächste Erweiterung der S-Bahn, die im Dezember 2016 angepeilt wird, laufen die Infrastrukturausbauten auf Hochtouren. Der Zweigleisige Ausbau der Koralmbahn wurde bereits bis Grafenstein abgeschlossen. Im kommenden Jahr wird der Bahnhof Grafenstein erweitert und das zweite Streckengleis bis nach Althofen an der Drau verlängert. „Dies ermöglicht die Verlängerung der S3 in einem ersten Schritt bis nach Bleiburg“, erklärte Holub.

Ein weiteres Highlight ist die weitgehende Vertaktung des Bahnverkehrs auf der Gailtalbahn von Villach bis nach Hermagor. Zu den Hauptverkehrszeiten wird sogar ein Stundentakt mit modernen und klimatisierten Nahverkehrszügen angeboten.

In Ergänzung zum grenzüberschreitenden Fernverkehrsnagebot fahren auch im kommenden Jahr die die den Bahnkunden beliebten MICOTRA-Nahverkehrszüge zwischen Villach und Udine. Im abgelaufenen konnten die Fahrgastzahlen bei den insgesamt vier Zügen wiederum eklatant gesteigert werden. Während der Hauptreisezeit wurden die Züge von Fahrradtouristen regelrecht gestürmt und es mussten täglich zwei Fahrradtransportwagen bei allen Zügen eingesetzt werden.

Ein Rekordjahr verzeichneten auch die Züge der S-Bahn Nightline auf den Linien S1 (Spittal-Villach-Klagenfurt-St. Veit) und S2 (Ledenitzen-Villach-Feldkirchen). Die zahlreichen Events im Kärntner Zentralraum, nicht zuletzt der Villacher Kirchtag und die International Bike Week sorgen für einen Zuwachs von knapp 30 Prozent mehr an Fahrgästen, die das „Nachtschwärmer-Angebot“ nutzten.

Alle ÖBB Fernverkehrszüge fahren ab 13. Dezember in Wien zum Hauptbahnhof und halten auch in Wien Meidling. Ein Bahnhof für Bahnfahrten in alle Himmelsrichtungen: Fast jedes Fernverkehrs-Reiseziel der ÖBB ist damit über die Verkehrsdrehscheibe Wien Hauptbahnhof/Wien Meidling mit maximal einmal umsteigen erreichbar.

Die ÖBB binden mit Bregenz, Innsbruck, Salzburg, Linz und St. Pölten gleich fünf Landes-hauptstädte direkt an den Wiener Flughafen an. Von Klagenfurt bis zu Österreichs größtem Flughafen ist man künftig nur mehr 4 h 18 min unterwegs. Die Railjet-Züge halten dabei direkt beim Flughafen Wien, mit nur einmaligem Umsteigen in Wien Hauptbahnhof.


Rückfragehinweis: Büro LR Holub, ÖBB
Redaktion: Rauber/Posch/Zeitlinger