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Alpen-Adria-Allianz verurteilt Terroranschläge von Paris und ruft zu mehr Solidarität in Europa auf

25.11.2015
Gemeinsame Erklärung des Kooperationsnetzwerks Alpen-Adria-Allianz unter Präsident LH Kaiser – Klares Ja zu stärkerer Vernetzung auch im Zeichen des demografischen Wandels
Die Alpen-Adria-Allianz (AAA), deren Mitglieder heute, Mittwoch, in Klagenfurt zu einer Arbeitssitzung zusammentrafen, verabschiedete eine gemeinsame Erklärung zur Verurteilung der Terroranschläge von Paris und machte einen Aufruf zu Friedenssicherung und mehr Solidarität in Europa. Landeshauptmann und AAA-Präsident Peter Kaiser betonte namens der Mitglieder, dass der brutale, hinterhältige Akt sinnloser Gewalt auf das Schärfste verurteilt werde. Europa müsse enger zusammenrücken, denn „unsere Solidarität muss stärker sein, als die Gewalt, mit der feige Mörderbanden wie der IS versuchen, eine starke europäische Solidargemeinschaft zu zerbrechen“.

Weiter heißt es: „Die EU als Friedensprojekt muss jetzt beweisen, dass sie den Friedensnobelpreis zu Recht erhalten hat. Jeder Mitgliedsstaat ist gefordert jetzt Flagge zu bekennen – nämlich die europäische Flagge“. Das Gleiche gelte auch für die europäischen Regionen und auch für Zusammenschlüsse wie die Alpe-Adria-Allianz. Der Alpen-Adria-Raum habe durch seine grenzüberschreitenden Kooperationen Vorbildfunktion, so Kaiser.

„Sehr viel Positives ist umgesetzt worden“, wie Präsident und Gastgeber LH Kaiser sowie AAA-Generalsekretär Thomas Pseiner in ihrem Rückblick aufzeigten. Es gab viel Dank und Lob für Kaiser und Pseiner. Festgelegt wurde auch, dass die zweijährig wechselnde Vorsitzperiode, die Kärnten innehat, erneut wiederum Kärnten erhält. Die AAA war erst vor rund zwei Jahren als völlig neue, effiziente und möglichst unbürokratische Netzwerkstruktur auf Initiative von LH Kaiser gegründet worden. Es ging darum, den Akteuren auf allen Ebenen die Möglichkeit zu projektorientierter Kooperation zu geben.

Angenommen wurde weiters eine Deklaration zum Thema „Demografischer Wandel im ländlichen Raum auf dem Territorium der Alpen-Adria-Allianz“. Wie der Landeshauptmann erklärte, handle es sich um eine sehr große gemeinsame Herausforderung, die alle betreffe. Hier müssten angesichts des Rückganges und der Alterung der Bevölkerung sehr viele Maßnahmen in allen Bereichen gesetzt werden, um die Leistungsfähigkeit regionaler Innovationsysteme, um Infrastruktur sowie Chancengleichheit zu erhalten bzw. zu stärken.

Mitgeteilt wurde, dass insgesamt 105 gemeinsame Projekte und Patronanzen unterstützt und davon sechs mit einer Ko-Finanzierung der EU (fünf aus dem Programm Erasmus+ sowie eines von „Europa für Citizens“ ) durchgeführt wurden. Die sechs EU-Projekte wurden aus dem gemeinsamen Budget der AAA mit 15.000 unterstützt, während von der EU in Summe rund 240.000 Euro zurückflossen. Es sind vor allem Projekte, die Jugendbegegnung, Jugendarbeit, Kultur und Sport betreffen. Besonders erfreulich sei laut Pseiner u.a. auch die verstärkte Kooperation innerhalb der Alpen-Adria-Rektorenkonferenz.

Informiert und diskutiert wurde über die sogenannten Thematic Coordination Points (Projektthemen) und deren Koordination innerhalb der Mitglieder, also den Regionen bzw. Verwaltungseinheiten aus Kroatien, Ungarn, Slowenien sowie Burgenland und Steiermark. Als wichtige Themen für die Zukunft wurden auch die Bereiche Jugend, Gesundheit, Sport, Energie und die Informations- und Kommunikationstechnologien genannt.

Für die Zukunft empfahl der Landeshauptmann die EU-Kooperationsprogramme verstärkt zu nutzen und verwies auf die transnationalen Programm sowie die makroregionalen Strategien, die sich im Alpen-Adria-Raum teilweise überlappen. Es gelte, Synergien durch Netzwerke wie Euregios und EU-Programme als Chancen wahrzunehmen. Dabei sollte die inhaltlich-strategische Abstimmungsarbeit intensiviert werden, wodurch sich Vorteile für alle Akteure ergeben könnten. Forschung, Tourismus, Bildung seien dabei ebenso relevante Kern-Themenfelder wie Soziales, Risikoprävention, Wettbewerbsfähigkeit, Umwelt oder Verwaltung. Die AAA sei so etwas wie ein Start-up für künftige EU-Projekte, um Chancen auch finanziell gemeinsam zu nutzen, so Kaiser.

An der Tagung im Konzerthaus in Klagenfurt nahmen u.a. auch der slowenische Generalkonsul Milan Predan teil, weiters Istriens Präsident Valter Flego, der Bürgermeister Andrej Čas (Slovenj Gradec), Landesamtsdirektor Dieter Platzer und sein Stellvertreter Markus Matschek.

INFO: Im Anhang finden Sie die Gemeinsame Erklärung der AAA-Mitglieder zur Verurteilung der Terroranschläge von Paris

Download: Gemeinsamen Erklärung der Alpen-Adria-Allianz


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/
Mag. Thomas Pseiner
Redaktion: kb
Fotohinweis: LPD/fritzpress