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Asbest-Altablagerung: Einigung auf Vorgangsweise beim Runden Tisch

26.11.2015
Behörde führt gemeinsam mit Sachverständigenteam Erkundungen durch
Nach dem Asbest-Fund durch die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 in der Gemeinde Eberstein in der letzten Woche haben sich gestern, Mittwoch, das Land Kärnten, die BH St. Veit, GLOBAL 2000, Umweltbundesamt, Sachverständige und w&p Zement in Klagenfurt zu einem Runden Tisch getroffen. Dabei sicherte w&p Zement völlige Transparenz hinsichtlich der gemeinsamen Aufarbeitung von Asbest-Altablagerungen im Görtschitztal zu. Am Runden Tisch einigten sich Land Kärnten, GLOBAL 2000, w&p Zement sowie die weiteren Teilnehmer auf folgende Vorgangsweise:

So rasch wie möglich wird mit Erkundungsmaßnahmen von insgesamt sechs von w&p Zement bekanntgegebenen Altablagerungsstätten durch den Amtssachverständigen der Umweltabteilung des Landes Kärnten sowie den unabhängigen gerichtlich beeideten Sachverständigen Robert Sedlacek begonnen. Noch vor Weihnachten sollen die ersten Ergebnisse dazu vorliegen.

Bei jenen fünf Altablagerungsstätten, die im Zuge der Recherchen durch w&p Zement ermittelt wurden, wird eine vorbehördliche Überprüfung durch das Sachverständigenteam erfolgen. Bei der letzte Woche entdeckten Altablagerung in der Gemeinde Eberstein wurde ein behördlicher Ergänzungsauftrag zur Konkretisierung der notwendigen und zielführenden Maßnahmen unter Einbeziehung des Sachverständigen Sedlacek erteilt. Die Kosten für die Erhebungen werden von der Umweltabteilung des Landes Kärnten getragen. Die rasche Klärung der Kostentragung für allfällig notwendige Maßnahmen erfolgt auf Basis dieser Erhebungen.

Aufgrund der derzeitigen Informationslage sehen die teilnehmenden Experten keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung durch die bekanntgegebenen Altablagerungsstätten. Ob eine mittelbare Gefährdung eintreten könne, wird nun geklärt und bei Bedarf werden auf Basis einer Risikoabschätzung entsprechende Maßnahmen zur Sanierung oder Sicherung der Altablagerungsstätten erarbeitet. Für eine abschließende Beurteilung gilt es, den vollen Umfang der möglichen Altablagerungen festzustellen. Daher bitten das Land Kärnten und GLOBAL 2000 die Bevölkerung des Görtschitztals um Mithilfe bei der Abklärung, ob noch weitere Altablagerungen vorhanden sind.

Einheitlicher Tenor bestand bei den Teilnehmern darin, weiterhin transparent vorzugehen und wechselseitigen Informationsaustausch zu gewährleisten.


Rückfragehinweis: Abteilungsleiter Albert Kreiner
Redaktion: LPD