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Vorschuss-Zahlung von Agrarförderungen

26.11.2015
LR Benger: Landwirte erhalten jetzt schon ÖPUL-Auszahlungen und Ausgleichszulage – Kärnten weitet Hagelversicherung auf Dürreschäden aus

Gute Nachrichten für die Bauern: „Die vollständige Auszahlung der Direktzahlungen der 1. Säule und der Ländlichen Entwicklung (ÖPUL und AZ) ist jetzt angelaufen“, bestätigte heute, Donnerstag, Agrarlandesrat Christian Benger. Wegen des verzögerten Starts der neuen EU-Programmperiode drohte auch eine um viele Monate verzögerte Auszahlung der Direktzahlungen. Auf Druck der Agrarlandesräte im Frühherbst und dank der Bereitstellung von Bundesmittel durch Minister Andrä Rupprechter konnte eine Lösung erarbeitet werden.

Rupprechter sagte zu, dass für einen heimischen Betrieb je nach Maßnahmen bis zu 75 Prozent der Prämien im ÖPUL und der AZ ausbezahlt werden.
„Für die Kärntner Landwirtschaft bedeutet das, dass jetzt rund 37,3 Mio. Euro (ÖPUL 13,5 Mio.) und (AZ 23,8 Mio.) ausbezahlt werden“, erklärte Benger. Der Anteil Kärntens betrage 7,4 Mio. Euro. Der Rest seien EU- und Bundesmittel. „Wir lassen unsere Bauern nicht im Stich“, betonte er.

Eine weitere, bisher offene Frage ist ebenfalls gelöst: Die Ausweitung der Hagelversicherung auf Dürreschäden. „Die Wetterkapriolen setzen der Landwirtschaft zunehmen zu. Schäden und Ernteausfälle bedeuten weniger Ertrag, weniger Einkommen, weniger Investitionen, weniger Arbeitsplätze. Daher setzen wir auf Prävention“, wies Benger hin. Die bestehende Hagelversicherung werde auch auf Dürreschäden ausgeweitet, Kärnten habe die entsprechenden Mittel von 500.000 Euro im Budget bereitgestellt. In Summe werden dann laut Benger jährlich 1,5 Mio. Euro für die Hagel-, Frost- und Dürreversicherung vom Land aufgewendet.

Bisher hat die Hagelversicherung, deren Prämie zur Hälfte der Landwirt und zur Hälfte die öffentliche Hand (Bund und Länder) tragen, Schäden aus Hagel und Frost abgegolten. Die Dürre-Schäden in den letzten Sommern haben jedoch die Ausweitung der Hagelversicherung notwendig gemacht. „Es ist günstiger für die öffentliche Hand, die Versicherung auszweiten, als im Nachhinein Schäden abzugelten oder beispielsweise Futtermittelaktionen durchzuführen“, so Benger. Die Dürreschäden im Jahr 2013 haben in Kärnten alleine ein Ausmaß von rund 30 Millionen Euro ausgemacht, drei Mio. Euro hat das Land damals an Abgeltungen und Futtermittelankäufen aufgewendet.


Rückfragehinweis: Büro LR Benger
Redaktion: Robitsch/Böhm