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Weltaidstag: Prävention und Aufklärung wichtiger denn je

30.11.2015
LHStv.in Prettner: „Gemeinsam Leben“ – Bewusstsein für Krankheit schaffen, Stigmatisierung durchbrechen
Anlässlich des am 1. Dezember stattfindenden Weltaidstags unter dem Motto „Gemeinsam Leben“ machten heute, Montag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner und Günther Nagele von der Aidshilfe Kärnten im Rahmen einer Pressekonferenz auf die Wichtigkeit von Präventions- und Bewusstseinsarbeit aufmerksam. „Über die Aidshilfe Kärnten wird wichtige Aufklärungsarbeit zum Beispiel in Schulen geleistet, um sicherzustellen, dass junge Erwachsene um die Gefahren einer Infektion mit dem HI-Virus Bescheid wissen und auch wissen, wie sich schützen können. Auch wenn sich in der Behandlung dieser Erkrankung seit den 80er- und 90er-Jahren einiges getan hat, gilt es nach wie vor aufzuklären und die Stigmatisierung und Ausgrenzung von infizierten Mitmenschen zu durchbrechen“, betonte Prettner.

Großen Dank gab es von Nagele an Prettner für ihren Einsatz auf Bundesebene für den Erhalt der Aidshilfe Kärnten. „Wäre es nach den ursprünglichen Bundesplänen gegangen, so hätten wir die Aidshilfe Kärnten nicht fortführen können. Bewusstseins- und Präventionsarbeit wirkt jedoch lokal und vor Ort wesentlich besser und es ist nicht zuletzt LHStv.in Prettner zu verdanken, dass wir unsere Arbeit in Kärnten dank ihrer Finanzierungszusage fortführen können“, so Nagele. Konkret wurden für die Aidshilfe Kärnten 65.000 Euro aus dem Gesundheitsreferat und 50.000 über die Gesundheitsförderung sichergestellt.

Wesentlicher Schwerpunkt im Leben mit dieser Krankheit sei die Früherkennung, unterstrichen Prettner und Nagele unisono. „Wer sich testen lässt und Sicherheit über seinen Status erlangt, kann mit entsprechenden Behandlungsformen und Therapien ein nahezu ‚normales‘ Leben führen. Darum gilt: Testen lassen“, so Nagele, der auf das diesbezügliche kostenlose und anonyme Angebot der Aidshilfe Kärnten aufmerksam machte. Als weitere Unterstützung in der Präventionsarbeit befindet sich derzeit eine digitale Datenbank im Aufbau, die es Schulen ermöglichen soll, auch eigenständig mit ihren Schülerinnen und Schülern das Thema HIV zu bearbeiten.

„Auch wenn sich in der Behandlung der Krankheit vieles getan hat, ist der Modus der Ansteckung nach wie vor derselbe. Darüber gilt es zu informieren und aufzuklären“, so Prettner über die wichtige Arbeit der Aidshilfe Kärnten. Jährlich stecken sich in Kärnten rund 20 bis 30 Personen mit HIV an, die Zahl der infizierten Personen betrug mit Ende 2014 rund 240.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Böhm
Fotohinweis: Büro LHStv.in Prettner