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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung: Landesenquete „Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation“

03.12.2015
LHStv.in Prettner: Lebensqualität erhalten und verbessern, gesellschaftliche Teilhabe und selbstbestimmtes Leben ermöglichen
Heute, Donnerstag, fand im Casineum Velden die 7. Landesenquete der Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung unter dem Motto „Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation“ statt. Eingeladen hatten dazu Kärntens Sozial- und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner und die Kärntner Behindertenanwältin Isabella Scheiflinger. „Es war uns wichtig im Rahmen der Landesenquete, die am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung abgehalten wurde, sowohl auf die Situation von Menschen einzugehen, die im Lauf ihre (Berufs-) Lebens eine Behinderung erworben haben, als auch jene Personengruppe miteinzubeziehen, die bereits seit dem Kinder- oder Jugendalter eine Behinderung haben und die klassische „Selbsterhaltungsfähigkeit“ nie erreichen konnten“, umriss Scheiflinger den Hintergedanken der Themenauswahl.

Nicht zuletzt das große Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellte unter Beweis, dass Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation für Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen äußerst wichtige Themenstellungen sind. „Schließlich und endlich geht es um den Erhalt oder auch die Verbesserung der Lebensqualität, um ein selbstbestimmtes Leben und die volle Teilhabe an der Gesellschaft. Aus diesem Grund wird auch der von mir initiierte Landesetappenplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zur diesen Fragestellungen positive Impulse setzen“, kündigte Prettner an. Als geplante Maßnahmen gingen bereits einige konkrete Vorschläge aus den eingesetzten Arbeitsgruppen hervor, wie beispielsweise eine Evaluierung der gesundheitlichen Reha-Angebote in Kärnten oder auch zielgerichtete Bewusstseinsbildung und Schulung der Personen in Gesundheitsberufen hinsichtlich der Thematik Menschen mit Behinderung.

Auf der Tagesordnung der Enquete standen zudem ein Vortrag zu den Entwicklungsmöglichkeiten in der Gesundheitsversorgung, -vorsorge und Rehabilitation durch Martin Schaffrath, der als stellvertretender Leiter aus Sicht des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger referierte und ein informativer Überblick über die Unterstützungsleistungen der KGKK durch Direktor Johann Lintner. Internationale Einblicke in die Gesundheitsvorsorge auf europäischer Ebene gewährte Anthony Polychronakis, European Programm Officer der Stadt Rotterdam. Die Gesundheitlichen Folgen der Armut wurden von Heinz Stefan Pichler (Armutsnetzwerk) durchleuchtet und Peter Wenig von der Arbeiterkammer informierte über neue Entwicklungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betreffend die Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation. Als besonderes Highlight der Enquete berichteten die Special Olympics Medaillengewinner Alexander Radin und Alexander Flechl über ihre sportlichen Erfolge, die Herausforderungen des Alltags und die Besonderheiten in der Vorbereitung auf Wettkämpfe im Behindertensport. Zudem wurde das schon auf der Einladung als Titelbild verwendete Kunstwerk von Frau Carina Roth, eine Bewohnerin der „Villa Kunterbunt“ von pro mente Kärnten, im Zuge der Enquete versteigert.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Schmied/Stirn
Fotohinweis: Büro Prettner