Presseaussendungen

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Imkerei ist die Liebe zu Regionalität

09.12.2015
LR Benger zum Tag des Honigs: 2015 rund 520 Tonnen Honig in Kärnten geerntet, Ernte sehr zufriedenstellend bis überdurchschnittlich
Der heilige Ambrosius ist der Schutzpatron der Imker, Wachszieher, Lebkuchenbäcker und der Bienen. Sein Gedenktag ist der 7. Dezember. „Der Tag des Honigs sollte auch ein Tag sein, an dem wir die heimische Bienenwirtschaft, die Leistung unserer Imker würdigen. Das Jahr 2015 war gekennzeichnet von großen Ausfällen im Frühjahr. Über 30 Prozent der Bienenvölker haben den Winter nicht überlebt“, erinnert LR Christian Benger anlässlich des Tags des Honigs. In manchen Regionen wurden Ausfälle bis zu 70 Prozent der Bienenvölker verzeichnet. Durchschnittlich sterben in einem Winter rund 10 Prozent der Bienenvölker. „Wir hatten es mit einer Extremsituation zu tun“, so Benger.

Trotzdem sind die Imker mit der Honigernte 2015 sehr zufrieden, denn es wurden regional unterschiedlich sogar überdurchschnittliche Werte erreicht. Mit ein Grund für die gute Ernte war das von Benger im April mit dem Imkerverband gemeinsam erarbeitete 7-Punkte-Programm zur Rettung der Bienen. So konnte die Nachzucht der heimischen Biene entsprechend dem Bienenwirtschaftsgesetz rasch sichergestellt werden und wurden 134 Fortbildungsveranstaltungen organisiert. Auch 13 spezielle Varroa-Schulungen haben stattgefunden.

Im Schnitt werden pro Bienenvolk etwa zwölf bis 15 Kilogramm Honig geerntet, das sind rund 520 Tonnen pro Jahr. „Damit erklärt sich von selbst, wie wichtig die Bienenwirtschaft für unser Land ist und warum wir so sehr auf die Regionalität setzen“, sagt Benger. Doch zeigen betriebswirtschaftliche Erhebungen, dass die Erlöse nur den Sachaufwand decken. Der Wert weitere Bienenprodukte wie Wachs, Pollen, Propolis wird in Kärnten auf rund 520.000 Euro geschätzt.
Daher sei auch alles daran zu setzen, dass die heimische Biene genügend Blühflächen vorfinden. Die Ernte in der Landwirtschaft verursacht immer wieder eine Knappheit und schwäche damit auch die Bienenvölker. „Heuer hat Kärnten 45 Millionen Quadratmeter ausgewiesene Blühflächen zählen können, die das Nahrungsangebot für die Bienen von Frühjahr bis Herbst sicherstellen“, weist Benger hin. Die Blühflächen-Aktion wurde im Rahmen des 7-Punkte-Programmes initiiert und wird 2016 fortgesetzt .

2007 wurde im Kärntner Landtag einstimmig das Kärntner Bienenwirtschaftsgesetz beschlossen, mit dem Ziel, ausschließlich die heimische Carnica Biene zu halten. „Wir haben heuer auch ein Signal an die Politik, die Gesetzgebung gesendet, indem wir fast 3.000 Unterschriften übergeben haben. Das einstimmig beschlossene Bienenwirtschaftsgesetz muss bestehen bleiben. Kärnten hat mit der Carnica eine Biene, die sich über Millionenjahre angepasst hat“, betont Meinhard Schöffmann vom Landesverband.

Anlässlich des Tages des Honigs betont Benger: „Die Imker finden in mir einen verlässlichen Partner. Ständig werden heimische Produkte und Qualität gefordert, dann werden wir auch am Bienenwirtschaftsgesetz festhalten, das genau darauf abzielt!“

Das Bienenwirtschaftsgesetz: 2007 wurde im Kärntner Landtag einstimmig das Bienenwirtschaftsgesetz beschlossen, mit dem Ziel, ausschließlich die heimische Carnica Biene zu halten. Damals wurde eine fünfjährige Übergangsfrist für die Imker vorgesehen, damit sich vor allem die Erwerbsimker auf diese Bedingungen einstellen können. Diese Frist ist 2013 ausgelaufen. Zahlreiche Beschwerden und Klagen von Seiten jener, die die Umstellung auf die Carnica Biene nicht vollzogen haben, liegen vor. „Wir leben in einem Rechtsstaat, Beschwerden sind daher zu akzeptieren. Aber auch zu akzeptieren ist, dass ein Gesetz umzusetzen ist, vor allem, wenn eine fünfjährige Übergangsfrist eingeräumt wurde“, betont Benger.

In Kärnten gibt es übrigens 3.000 Imker, davon 500 Imkerinnen – die Tendenz war in den vergangenen Jahren steigend. 35.746 Bienenvölker leben hierzulande – jeder Imker hält im Schnitt 12 Bienenvölker.

Die Verehrung des heiligen Ambrosius der Imker erklärt sich aus einer Überlieferung, der zufolge sich in der Kindheit des Heiligen ein Bienenschwarm auf seinem Gesicht niedergelassen haben soll. Die Bienen seien in den Mund des Kindes gekrochen und hätten es mit Honig genährt. Dies wurde als Zeichen Gottes und als ein Hinweis auf eine große Zukunft des Kindes gedeutet.

Bienen werden wegen ihres wertvollen Honigs und wegen des Wachses, des über Jahrhunderte einzigen Materials für die Kerzenherstellung, geehrt und gelten sowohl als Christussymbol als auch als Symbol der geweihten Jungfrauen und des Fleißes.


Rückfragehinweis: Büro LR Christian Benger
Redaktion: Robitsch/ Stirn
Fotohinweis: Büro LR Benger

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