News

LOKAL

Verwaltungsakademie-Direktor Simon Korenjak wechselt in den Ruhestand

12.12.2015
LH Kaiser würdigte hervorragende Leistungen und Verdienste im Bereich Bildung, Fortbildung und Weiterentwicklung der Verwaltung
 Nach der offiziellen Ehrung im Spiegelsaal - Simon Korenjak hatte das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten verliehen bekommen – würdigte Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Samstag, in einem freundschaftlichen Gespräch mit dem scheidenden Direktor der Kärntner Verwaltungsakademie dessen hervorragenden Leistungen und Verdienste. Als Nachfolger soll Heinz Ortner bestellt werden

„Als Direktor der Kärntner Verwaltungsakademie hat Simon Korenjak von Anbeginn die Geschicke der Verwaltungsakademie und damit die gesamtheitliche Besorgung der Ausbildungsaufgaben für den öffentlichen Dienst in Kärnten – der Landes- und Gemeindebediensteten - in hervorragender Weise und großer Umsicht geleitet und das ‚lebenslange Lernen‘ auch vor dessen begrifflicher Institutionalisierung als Bildungsmaxime für die Kärntner Verwaltungsakademie vorausblickend festgelegt“, sagte der Landeshauptmann. Korenjak habe in der qualitativen Entwicklung der Verwaltung Großes geschafft. Er habe mit hohem Innovationsvermögen und kontinuierlicher Organisationskraft über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren das Bildungsmanagement der öffentlichen Verwaltung in Kärnten entwickelt, die zunehmenden Erfordernisse und Erwartungen an ein zeitgemäßes Verwaltungshandeln kontinuierlich antizipiert und in bedarfsorientierten Strategien und Programmen der berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung umgesetzt. „Dafür möchte ich heute im Namen des Landes Kärnten Danke sagen“, so Kaiser.

In einem kurzen Rückblick über die Zeit seiner Tätigkeit, hob Korenjak unter anderem die Einführung des elektronischen Bildungspasses oder die Umstellung des gedruckten Landesgesetzblattes auf die elektronische Variante hervor. „Heuer publizieren alle neun Bundesländer ihr Landesgesetz so“, sagte Korenjak. Weiters sei Kärnten das einzige Bundesland mit einem Staatsbürgerschaftstest am Computer. Der scheidende Direktor der Kärntner Verwaltungsakademie dankte Landeshauptmann Kaiser für seine Unterstützung.

Nach seiner Tätigkeit als Legist im Verfassungsdienst des Landes Kärnten und zehnjähriger Tätigkeit in Regierungssekretariaten hat Simon Korenjak im Jahre 1994 mit der Betrauung der Leitungsfunktion in der Unterabteilung „Fortbildung und Rechtsdokumentation“ die Neukonzeption der Bildungsarbeit im Landesdienst in Angriff genommen und in Verbindung damit die „Verfolgung der Rechtsentwicklung, insbesondere die Entwicklung des Kärntner Landesrechtes, und die sonstigen Entwicklungen in der öffentlichen Verwaltung im Sinne einer serviceorientierten Landesrechtsdokumentation bis zum Jahre 2015 gewährleistet. Im Rahmen des Aufgabenfeldes „Rechtsentwicklung und Rechtsdokumentation“ hat Korenjak in entscheidender Weise an Kernprojekten - der Herausgabe der Landesrechtssammlung, der Elektronischen Rechtsdokumentation und Initiativen der Rechtsbereinigung - mitgewirkt und neben der Gründungsinitiative und mitverantwortlichen Führung der „Klagenfurter Legistik-Gespräche“ auch kontinuierlich in österreichischen Gremien zu Rechtsfragen und somit zur legistischen Absicherung und Begleitung einer zukunftsorientierten Verwaltung äußerst wertvolle Beiträge geleistet. In diesem Zusammenhang ist seine führende Mitwirkung am Projekt „Gemeinderecht im RIS und Gemeinderechtsdokumentation online GEMRISDOK“ zu erwähnen, das im Rahmen des Internationalen Speyerer Qualitätswettbewerbes im Jahre 2005 mit einem Hauptpreis ausgezeichnet wurde. Im Rahmen seiner Funktion als Mitglied des Aufsichtsrates der Fachhochschule Kärnten genießt Korenjak darüber hinaus höchste Wertschätzung für seine Beiträge zur strategischen Entwicklung des Fachhochschulwesens.

Die Gründung der Kärntner Verwaltungsakademie, mit Beschluss des Landtages am 9. Juli 1998, als selbstständige Anstalt öffentlichen Rechts war ein großer Reformschritt für die Aus- und Weiterbildung des öffentlichen Dienstes in Kärnten: Im Zeichen des New Public Managements wurde die Förderung und Entwicklung von Führungskräften sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes im Sinne einer „lernenden Organisation“ neu ausgerichtet und mit wirksamen Qualitätsstandards verbunden.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Ulli Sternig
Foto: LPD/Peter Just