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Belgischer Botschafter Willem Van de Voorde bei LH Kaiser

14.12.2015
Umgang mit der Flüchtlingsproblematik und die wirtschaftliche Situation Kärntens standen im Mittelpunkt des gemeinsamen Gesprächs
Den Belgischen Botschafter Willem Van de Voorde durften heute, Montag, LH Peter Kaiser und Landesamtsdirektor Dieter Platzer bei seinem Antrittsbesuch im Amt der Kärntner Landesregierung herzlich willkommen heißen. Mit Freude vernahm der hochrangige Vertreter des Königreichs, dass der Kärntner Landeshauptmann bereits seit vielen Jahren nicht nur berufliche, sondern auch zahlreiche persönliche Kontakte und Freundschaften in Belgien pflegt. Kaiser verwies unter anderem darauf, dass er erst vor wenigen Wochen die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens in Kärnten begrüßen durfte. Im Mittelpunkt des heutigen Gesprächs standen Kärntens Umgang mit der Flüchtlingsthematik ebenso wie die wirtschaftliche Position unseres Landes.

Kaiser nutzte das Zusammentreffen mit Van de Voorde, der auch Botschafter in Slowenien, Bosnien-Herzegowina und der Slowakei ist, um ihn auf eine europaweit gemeinsame Handlungsweise in der Flüchtlingsthematik einzustimmen. Nur so könne die Sicherung der Außengrenzen und die nachhaltige Unterbringung der Flüchtlinge gewährleistet werden.

Von Van de Voorde auf die wirtschaftlichen Situation angesprochen, antwortete Kaiser zuversichtlich: „Ganz entscheidend wird hier die Heta-Lösung sein. Ich denke aber, wir haben gut verhandelt. Wir gehen an unsere Leistungsgrenze – haben aber zumindest ein Leben danach in Aussicht.“ Der Koalition sei es seit März 2013 gelungen, das Budget zumindest strukturell zu entlasten, und man arbeite weiter daran. Kärnten habe zwar die höchste Erwerbslosen- aber gleichzeitig auch die höchste Beschäftigungsrate. Zudem habe sich der Standort in der Entwicklung von Kommunikations- und Produktionstechnologien etabliert, und man sei bemüht, die Grenzlage zum Vorteil zu machen. Als Beispiele nannte Kaiser die effektiven Mitgliedschaften in der Euregio sowie in der Alpen-Adria-Allianz.

Nach dem Austausch von Geschenken trug sich der Botschafter in das Gästebuch des Landes ein. Verabschiedet hat man sich nicht nur sehr freundschaftlich, sondern vor allem mit dem Versprechen, sich in Zukunft mit Wissen und Erfahrungen gegenseitig zu unterstützen.

Das Königreich Belgien liegt an der Nordsee und grenzt an die Niederlande, Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Belgien zählt rund elf Millionen Einwohner auf einer Fläche von 30.528 Quadratkilometern. Der Norden des Landes mit den Flamen ist niederländisches, der Süden mit den Wallonen französisches Sprachgebiet. Seit der Unabhängigkeit 1830 und Verfassungsgebung 1831 ist das Land eine konstitutionelle Erbmonarchie, seit 2013 ist Philippe (Filip), der Sohn Alberts II., König von Belgien.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Landesamtsdirektion
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: Büro LH Kaiser